Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung : Rapper Bushido muss 135.000 Euro zahlen

Der Berliner Rapper Bushido hat einen Strafbefehl akzeptiert. Der 37-Jährige, der immer wieder Konflikte mit der Justiz hatte, gilt jetzt als vorbestraft.

Er hat mal wieder Ärger: Rapper Bushido muss einen sechsstelligen Betrag zahlen.
Er hat mal wieder Ärger: Rapper Bushido muss einen sechsstelligen Betrag zahlen.Foto: dpa/ Bernd von Jutrczenka

Wegen Steuerhinterziehung muss der Rapper Bushido (bürgerlich: Anis Ferchichi) eine Geldstrafe von 135.000 Euro zahlen. Ein Strafbefehl gegen ihn sei rechtskräftig geworden, sagte die Sprecherin des Berliner Landgerichts, Lisa Jani, am Mittwoch. Zum Inhalt des Strafbefehls machte sie mit Verweis auf das Steuergeheimnis keine Angaben. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

Die Staatsanwaltschaft hatte den Strafbefehl nach jahrelangen Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung beantragt. Da Bushido keinen Einspruch erhob, wurde die Strafe nun rechtskräftig. Andernfalls wäre es zu einem öffentlichen Strafverfahren gekommen. Die Geldstrafe setzt sich aus Tagessätzen zusammen, die nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen berechnet werden. Wie viele Tagessätze bei Bushido zugrunde gelegt wurden, sagte die Sprecherin nicht. Sie bestätigte aber, dass es mehr als 90 sind. Damit gilt der Musiker als vorbestraft. Nähere Angaben wurden nicht gemacht, weil man daraus auf die Höhe des Einkommens schließen könnte – dies sei aber durch das Steuergeheimnis geschützt, sagte die Sprecherin.

Mit der Justiz machte der Deutsch-Tunesier in der Vergangenheit immer wieder Bekanntschaft. Im Dezember 2014 wurde er von seiner Ehefrau Anna-Maria Ferchichi, Schwester der Pop-Sängerin Sarah Connor, wegen Körperverletzung angezeigt. Bushido soll die 34-Jährige geschlagen haben. Der gebürtige Bonner ist Träger des Bambi-Integrationspreises und wurde bereits mehrfach verurteilt, unter anderem wegen Beleidigung, Körperverletzung und Urheberrechtsverletzungen. Er steht in engem Kontakt mit der organisierten Kriminalität. (dpa)

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