STRAFEN IM NAHVERKEHR : Bund: Gesetz muss praxistauglich sein

Wird Pöbeln in Bahnen und Bussen bald eine Ordnungswidrigkeit? Das Bundesverkehrsministerium stehe einem solchen Vorstoß der Deutschen Bahn aufgeschlossen gegenüber, sagte am Freitag ein Sprecher. Das Gesetz müsse aber praxistauglich sein. Bahnvorstand Gerd Becht hat, wie berichtet, vorgeschlagen, Pöbeleien gesetzlich als Ordnungswidrigkeit einzustufen; ein generelles Verbot von Alkoholkonsum lehnt die Bahn dagegen als unpraktikabel ab. Der Verzehr von Speisen und das Trinken sind zwar bereits jetzt verboten, bei Verstößen könne bisher aber nur auf das Hausrecht verwiesen werden, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz. Mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruchs schieße man jedoch mit Kanonen auf Spatzen – auch bei Pöbeleien. Eine Ordnungswidrigkeit führe dagegen einfach zu einer Geldstrafe. kt

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