Straßenbau : Start frei für die Buddelei

Aus dem Konjunkturpaket des Bundes werden viele Straßen saniert – damit der Verkehr leiser rollt

Stefan Jacobs

Das Konjunkturpaket des Bundes verheißt große Buddelei, aber langfristig gute Aussichten für Autofahrer und die Anwohner vieler Straßen. Denn der 15 Millionen Euro schwere Posten „Lärmschutz“ soll für 78 Einzelprojekte reichen, bei denen zumeist marode Asphaltdecken erneuert werden. Dann soll Schluss sein mit dem Gepolter von Lastwagen, was vor allem subjektiv als großer Fortschritt empfunden werden kann. Wie immens der Bedarf ist, zeigen Zahlen der Umweltverwaltung aus dem im Januar beschlossenen Lärmaktionsplan. Demnach wohnen mehr als 300 000 Berliner an Straßen, deren nächtlicher Lärm nicht nur stört, sondern krank machen kann. Tagsüber sind gut 200 000 Menschen betroffen. Die meisten der nachfolgend genannten Projekte sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Mitte: Die Leipziger Straße bekommt zwischen Charlotten- und Mauerstraße frischen Belag, ebenso Klingelhöfer- und Barfusstraße. Böttgerstraße, Graunstraße und Friedrich-Krause-Ufer werden asphaltiert.

Charlottenburg-Wilmersdorf: Die Hardenbergstraße wird zwischen Knesebeck- und Fasanenstraße saniert, ebenso das Einsteinufer sowie Teile von Otto-Suhr- und Bundesallee sowie Lietzenburger, Westfälische und Leibnizstraße. Die Pestalozzistraße wird asphaltiert.

Tempelhof-Schöneberg: Der Tempelhofer Damm wird zwischen Ringbahn und Platz der Luftbrücke saniert. Auch die Rheinstraße erhält neuen Asphalt.

Treptow-Köpenick: Die sechsspurige Köpenicker Landstraße wird zwischen Bulgarischer und Baumschulenstraße für rund 1,3 Millionen Euro repariert – einer der größten Posten im Lärmschutzpaket.

Pankow: Die bisher gepflasterte Wollankstraße wird zwischen dem S-Bahnhof und der Breiten Straße asphaltiert.

Reinickendorf: Die Berliner wird zwischen Bernstorff- und Veitstraße saniert, ebenso die Scharnweberstraße zwischen Eichborn- und Kurt-Schumacher-Damm und die Kopenhagener zwischen Flottenstraße und Alt-Reinickendorf.

Lichtenberg: Die Frankfurter Allee ist derart laut, dass der Einbau von Schallschutzfenstern hier mit 75 Prozent gefördert werden soll. Den Rest müssen die Wohneigentümer tragen. Saniert werden Waldowallee, Dorfstraße Wartenberg, Landsberger Allee, Nöldner-, Große-Leege- und Darßer Straße. Außerdem werden die Marksburgstraße sowie ein Teil der Treskowallee erneuert und die Wönnichstraße asphaltiert.

Spandau: Auch in der besonders lauten Klosterstraße gibt es 75 Prozent Zuschuss für den Einbau von Schallschutzfenstern. Außerdem wird der Fahrbahnbelag erneuert. Auf der Liste stehen auch Gatower, Gartenfelder und Jaczostraße sowie Päwesiner Weg. Die Schmidt-Knobelsdorf-Straße wird asphaltiert.

Friedrichshain-Kreuzberg: Die Scharnweberstraße wird zwischen Weichsel- und Gürtelstraße asphaltiert, ebenso die Mainzer und die Johanniterstraße. Saniert werden die Gneisenau- zwischen Schleiermacherstraße und Mehringdamm sowie die Ebertystraße.

Marzahn-Hellersdorf: Hier werden Heesestraße und Teile von Landsberger Allee, Raoul-Wallenberg-, Louis-Lewin-Straße und Hultschiner Damm saniert. Auch die extrem befahrene B 1 / B 5 wird geglättet.

Neukölln: Der Britzer Damm wird zwischen Autobahn und Blaschkoallee erneuert, ebenso Teile von Sonnenallee und Erkstraße. Hannemann-, Inn-, Weser-, Ilse-, Fontane-, Mahlower und Selchower Straße erhalten Asphalt, was die Situation in dem gesamten Kiez auch für Radfahrer deutlich verbessert.

Steglitz-Zehlendorf: Im Südwestbezirk werden Teile von Kaiser-Wilhelm-, Königsberger, Schöneberger, Albrecht-, Filanda-, Birkbusch- und Halskestraße sowie die Clayallee saniert. 

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