Straßenfest : Suppe und Mucke in Friedrichshain

Am heutigen Sonnabend wird das Friedrichshainer Straßenfest: "Suppe und Mucke" gefeiert.

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Lauch und Käse, Kürbis, Gurken-Kaltschale oder Linseneintopf: Suppenvarianten gibt es fast so viele, wie es Menschen gibt. „Suppe verbindet uns alle“, sagt Jens Rippel, Gründer des Friedrichshainer Straßenfestes „Suppe und Mucke“, das am heutigen Sonnabend gefeiert wird.

An etwa 60 Ständen wird auf rund 650 Metern Suppe ausgeschenkt – kostenlos. Dazu gibt es zwischen 14 und 22 Uhr auf drei Bühnen Musik und auf einer vierten Theater und Tanz. Die Stände können von Privatleuten gemietet werden, solange sie mindestens zehn Liter Suppe anbieten. Das Straßenfest nutzen auch viele alternative Projekte, um sich und ihre Arbeit zu präsentieren – in diesem Jahr unter anderem der RAW-Tempel, das Tacheles und Radio Multicult 2.0, der Nachfolger des RBB-Programms Radio Multikulti.

„Unsere Idee war es, ein nichtkommerzielles Straßenfest zu organisieren, das die Menschen animiert, sich zu engagieren, Lebenswelten neu zu gestalten“, sagt Rippel. Die Idee zum Suppenfestival hatten der 26-Jährige und sein Freund Charlie Braxein Silvester 2008. Einige Jahre zuvor hatten sie bei der Kreuzberger „Fête de la soup“ mitgeholfen – und waren begeistert: „Auch wir wollten dann mal so etwas Größenwahnsinniges tun.“

Die Premiere von „Suppe und Mucke“ 2009 hat „riesigen Spaß gemacht“, sagt Rippel – auch wenn noch alles recht provisorisch war. Nun bringt das 15-köpfige Organisationsteam schon mehr Erfahrung mit. Dass das Fest wieder ein Erfolg wird, davon sind die Organisatoren überzeugt. 4000 Menschen kamen 2009, jetzt rechnen die Veranstalter mit bis zu doppelt so vielen. Wer aus möglichst vielen Töpfen probieren möchte, sollte allerdings früh kommen: Letztes Jahr waren die rund 600 Liter Suppe innerhalb von zweieinhalb Stunden ausgelöffelt. Braxein ist aber optimistisch: „Wir werden so organisieren, dass es möglichst bis 20 Uhr Suppe gibt.“

4.9., 14-22 Uhr, Samariter- und Schreinerstraße, Friedrichshain. Weitere Infos auf www.suppeundmucke.de.

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