Straupitz : Tot im Zwinger: Verdächtiger stellt sich

Der am Ostersonntag in einem Hundezwinger in der Spreewaldgemeinde aufgefundene 38-Jährige ist erschlagen worden. Ein 25-jähriger Tatverdächtiger stellte sich der Polizei.

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Straupitz - Der am Ostersonntag in einem Hundezwinger in der Spreewaldgemeinde aufgefundene 38-Jährige ist erschlagen worden. Das hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft Cottbus die Obduktion der Leiche zweifelsfrei ergeben. Ein 25-jähriger Tatverdächtiger, gegen den am Ostermontag ein Haftbefehl gestellt worden war, stellte sich am Dienstagabend der Polizei in Tuttlingen in Baden-Württemberg. Ob er ein Geständnis ablegte, war gestern nicht bekannt.

Der 38-jährige Familienvater aus Straupitz war, wie berichtet, am Ostersonnabend mit dem späteren Tatverdächtigen in Streit geraten, weil dieser seine zwei Hunde nicht an die Leine nahm. Dabei handelte es sich Zeugenaussagen zufolge um einen Schäferhund und einen Dalmatiner. Der 25-Jährige wohnte nach Medienberichten mit seiner 21-jährigen Lebensgefährtin, die aus Tuttlingen stammt, seit einiger Zeit in Straupitz. Später wurde das 38-jährige Opfer noch am Osterfeuer gesehen.

Ob der Familienvater dem jungen Paar bereits am Feuer begegnete oder an einem anderen Ort, ist derzeit unklar. Die Staatsanwaltschaft bestätigte gestern, dass das Opfer während des Streits offenbar eine Zeugin anrief. Sie hörte einen Mann rufen: „Warum hetzt Ihr die Hunde auf mich?“ oder „Hetzt doch nicht die Hunde auf mich“, bevor das Gespräch abbrach.

Ob der Fundort der Leiche des 38-Jährigen auch der Tatort war, muss noch ermittelt werden. Die Mordkommission hat am Hundezwinger auf einem alten Bahngelände in Straupitz umfangreiche Spuren gesichert und noch am Ostersonntag die Suche nach dem jungen Ehepaar mit den beiden Hunden ausgelöst.

Weshalb die Ermittler nur gegen den 25-jährigen Mann Haftantrag gestellt haben, nicht aber gegen seine 21-jährige Lebensgefährtin, ist derzeit unklar. Der 25-Jährige wurde noch am Mittwoch von einem Haftrichter in Tuttlingen vernommen – eine Entscheidung lag bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht vor. Sandra Dassler

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