Berlin : Streicheln und tätscheln bei Mercedes

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Hmm, das fühlt sich gut an. Und weil es das tut, streicheln, tätscheln und fummeln die Gäste das Objekt der Begierde.

In diesem Fall die modifizierten S-Klasse- Modelle von Mercedes im Verkaufshaus am Kurfürstendamm. Die Autofirma lud am Sonnabend ihre Stammkunden (die Liste zählt in etwa 600 n) zur Vorführung ihrer „modellgepflegten S-Klasse in ungezwungener Atmospähre“.

Die sieht so aus, dass Künstler aus der Artisten-Koch-Show „Pomp, Duck and Circumstance“ durch den Showroom an der Ecke Knesebeckstraße streifen und ein bisschen gute Laune verbreiten, indem sie sich beispielsweise – wie einer der Truppe – als Steuerfahnder ausgeben. Hinten in der Küche bereiten die Spitzenöche Marco Müller und Jens M. Krause Köstlichkeiten zu. Doch nicht nur schlemmen sollen die Gäste, sondern auch endlich erfahren, was denn das nochmals und nochmals verbesserte Gefährt nun leistet: Die Details präsentieren die Autoverkäufer Herr Klose und Herr Plinke, die stets von einem Kameramann begleitet werden, so dass die Kunden sogar auf den in den Fußboden eingelassenen Bildschirmen verfolgen können, was die beiden gerade im Innenraum des Autos anpreisen: auf Wunsch beheizbares Lenkrad, ein „vorausschauender Insassenschutz“ mit sekundenschneller Straffung des Gurtbandes, schwungvoll gezeichnete Scheinwerfer, Vergrößerte Kühlermaske...

So viele Finessen begeistern auch Schauspieler und Mercedes-Besitzer Günter Pfitzmann. Für ein Foto mit dem Chef der Mercedes-Niederlassung Berlin, Walter Müller, lehnt er es jedoch ab, vor dem schwarzen Modell auf dem Podest zu posieren. „Das harmoniert nicht mit meinem dunklen Jackett.“ Das silberne Modell harmoniert dann aber schon viel besser, „Pfitze“ setzt sich hinein und kann auch nicht widerstehen, das Lenkrad zu tätscheln. Zu Hause fährt allerdings seine Frau, und am liebsten wäre ihm eh ein Bus, sagt er, „da lässt es sich besser ein- und aussteigen“.tabu

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