Berlin : Streifen stehen

Gerd Nowakowski

Die Briten sind mit Wasser bestens vertraut. Als Commander Bond, James Bond, in „Man lebt nur zweimal“ vor Hongkong aus dem Meer in ein britisches U-Boot gezogen wird, um die Welt zu retten, trägt er unterm Taucheranzug seine Marine-Uniform mit drei goldenen Streifen am Ärmel – so wie die Wasserschutzpolizisten, die jetzt vor der britischen Botschaft Dienst tun. Bond hat in Zeiten des Kalten Krieges in Berlin einige Abenteuer mit fiesen Sowjets erlebt. Dass der Geheimagent aber jetzt vor den Berliner Wachpolizisten aus einem Gully klettert, ist relativ unwahrscheinlich. Dabei könnte das die Sorgen des Chefs der Berliner Polizeigewerkschaft, Eberhard Schönberg, etwas lindern. Den plagt nämlich Sorge vor der späteren Rente der Polizisten mit 62. Weil dann nämlich gefährdete Botschaften von älteren Herren mit Maschinenpistole bewacht werden müssen und es mit 20-jährigen durchtrainierten Terroristen zu tun bekommen. Die durchtrainierten Wasserschutzpolizisten sind deswegen ein Anfang. Besonders, weil im Winter deren Einsatz auf dem Wannsee arg eingeschränkt ist. Und die Briten können sich von der Berliner Marine bestens beschützt fühlen. Auch ohne Bond.

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