So waren die Vorbereitungen auf den Streik

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Update
Streik bei Bahn und Germanwings im Live-Blog : Zwischen Totalausfall und 20-Minuten-Takt
von , und Jana Kugoth, Bodo Straub, Sophia Kräge

12:43 Uhr: Bilderstrecke - so sieht's auf den Bahnhöfen aus

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Der Bahnstreik der Lokführer
Nebel auf Bahngleisen.Weitere Bilder anzeigen
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18.10.2014 14:02Düstere Aussichten: die Lokführergewerkschaft GDL hat mit einem 50-stündigen Streik die Reisepläne von Millionen Bahnkunden...

12:41 Uhr: Twitter Feed #Bahnstreik

Auf Twitter wird das Thema "Bahnstreik" mittlerweile am drittmeisten diskutiert - direkt gefolgt von "Streik" auf Platz vier.

12:34 Uhr: Es gibt noch Fernbus-Tickets

Wer jetzt kurzfristig von der Bahn auf den Bus umsteigen möchte, hat noch gute Karten. Bei Flixbus sind derzeit alle Touren beispielsweise nach Frankfurt noch zu buchen. Von Frankfurt nach Berlin hingegen sind einige Fahrten bereits ausgebucht.  "Die Verunsicherung bei den Fahrgästen hält auch noch einige Tage an", sagt Sprecherin Bettina Engert. Beim letzten Streik hatte Flixbus in den Tagen um den Streik einen Zuwachs von insgesamt drei Prozent. Das Unternehmen könne keine zusätzlichen Abfahrtstermine anbieten, aber zum jeweiligen Zeitpunkt die Kapazitäten erhöhen. Auch bei "MeinFernbus.de" werden vermehrt Fahrten gebucht; zwischenzeitlich gab es bereits am Dienstag eine Verdopplung der Eingänge. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, weitere Kapazitäten anzubieten", sagt Sprecherin Marika Vetter.

12:25 Uhr: Am ZOB ist viel Betrieb

Am Zentralen Omnibus-Bahnhof ist eine Menge los. Eine Fernbus-Mitarbeiterin erzählt, dass sie heute zum Frühdienst gerufen wurde, obwohl sie erst für den Spätdienst eingeteilt war, so groß war der Andrang schon morgens. Viele der Fahrgäste sind verärgert, wie beispielsweise eine Gruppe älterer Reisender aus Duisburg, die in Berlin Urlaub gemacht hat - sie hatten teure ICE-Tickets gekauft.

12:20 Uhr: Straßen nicht voller als sonst

Voller als an normalen Tagen sind die Straßen am Vormittag nicht. Im Lagebild der Verkehrsinformationszentrale sieht es mittags besser aus als an anderen Werktagen.

12:07 Uhr: Car-Sharing ist gefragt

Alle Räder stehen still, nur bei Carsharing-Unternehmen nicht. DriveNow beispielsweise zählt an Streiktagen zwischen 25 und 50 Prozent mehr Vermietungen, wobei die Nachfrage bei einem BVG-Ausstand höher sei als bei einem der Bahn, wie Unternehmenssprecher Michael Fischer sagt – das Vermietungsgebiet der 900 Autos umfasst den erweiterten S-Bahnring. Auch zur Konkurrenz von Car2go steigen die Berliner um. Mehrere tausend Vermietungen mehr gebe es, sagt Pressesprecher Andreas Leo, dessen Firma 1200 Autos in Berlin am Start hat. „Angst vor einer Verknappung muss aber keiner haben“, sagt er. Laut Leo ist zu merken, wenn die Züge ausfallen: Dann bewege sich die Flotte vor allem in Stadtteile, wo die BVG keine Alternative sei.

12:01 Uhr: Berliner steigen schon auf andere Verkehrsmittel um

Die Berliner steigen schon früh auf andere Verkehrsmittel um - um kurz vor 11 Uhr war die U2 nach Ruhleben aus allen Nähten geplatzt. Ein älteres Ehepaar aus Hamburg ist unterwegs zum ZOB. "Wir wussten nichts von dem Streik", sagt die Frau. "Es war ziemlich schwierig, jetzt noch an Fernbus-Tickets zu kommen."

11:47 Uhr: Lufthansa kündigt Streiks für Donnerstag an

Das konnten die Piloten der Lufthansa wohl nicht auf sich sitzen lassen. Jedenfalls treten die Flugzeugführer der Lufthansa-Tochter Germanwings nun ab Donnerstag, 12 Uhr bis Mitternacht deutschlandweit in Streik. Das kündigte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit am Mittwoch in Frankfurt an.

11:30 Uhr: S-Bahn twittert von Beeinträchtigungen

Während die S-Bahn auf Twitter elegant von "Beeinträchtigungen" formuliert (s. u.), wird der Konzern schon deutlicher: Zwei Drittel der Fernzüge fallen am Dienstag aus, teilt das Unternehmen am Vormittag mit.

Die Ausfälle, die es bereits seit dem Morgen gebe, seien geplant, erläutert ein Bahn-Sprecher: So solle verhindert werden, dass zu Beginn des 14-stündigen Streiks nicht überall Züge an Bahnsteigen stehen, die dann nachts nicht gewartet werden können. "Ziel ist, morgen zu Betriebsbeginn überall planmäßig zu fahren", sagte der Sprecher.

Wer nach einer Alternative sucht, ist möglicherweise schon bei den Fernbussen fündig geworden. Die Betreiber sehen sich jedenfalls jetzt schon als Gewinner des Arbeitskampfes bei der Bahn. "Die Buchungen steigen spürbar zwischen zehn und 20 Prozent an", sagte Matthias Schröter, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer, am Mittwoch. In einer solchen Situation hätten die Fernbus-Anbieter immer einen größeren Zulauf.

Tipp: Die Fahrt online über die erweiterte Suche planen und bei S-Bahn und Bahn das Häkchen entfernen.
Tipp: Die Fahrt online über die erweiterte Suche planen und bei S-Bahn und Bahn das Häkchen entfernen.Foto: S-Bahn-Screenshot / Tagesspiegel

Bahnreisende, die nicht vorgesorgt haben, können sich auf verschiedenen Kanälen über die aktuelle Lage bei der Bahn informieren: Gültige Zugverbindungen listet das Unternehmen unter www.bahn.de/liveauskunft sowie in der Liveauskunft der App DB Navigator. Zusätzlich zur allgemeinen Servicenummer unter 0180 6 / 99 66 33 (20ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk max. 60ct/Anruf) hat die DB ab sofort wieder die kostenlose Servicenummer unter 08000 / 99 66 33 geschaltet. Informationen sind auch unter www.bahn.de/aktuell.

11:19 Uhr: Früh bei der Bahn informieren

Generell ist es empfehlenswert, sich rechtzeitig im Internet über bahn.de und die Seite der S-Bahn zu informieren. Auch auf den Seiten von VBB und BVG gibt es die Möglichkeit, über die erweiterte Suche bestimmte Verkehrsmittel auszuwählen - wer dort das Häkchen bei der S-Bahn und bei Bahn-/Regionalverkehr entfernt, erhält auch während des Streiks eine verlässliche Auskunft. Außerdem ist es bei der Online-Suche sinnvoller, als Start- und Zielpunkt konkrete Adressen wie "Gartenstraße 20" einzugeben statt Haltestellen wie "Nordbahnhof" - der Bahn-Sprecher empfiehlt das zumindest.

11:15 Uhr: S-Bahnen und Regionalbahnen fahren nicht

S-Bahnen und Regionalbahnen fahren nachher nicht - wie Sie trotzdem durch Berlin kommen, haben wir in diesem Artikel erklärt.

11:02 Uhr: Fahrkarten werden erstattet

Die Bahn erklärt, dass Fahrgäste, die aufgrund von streikbedingten Zugausfällen, Verspätungen oder Anschlussverlusten ihre Reise nicht wie geplant antreten können, ihre Fahrkarte und Reservierung im DB Reisezentrum, in den DB Agenturen oder das Online-Kontaktformular auf bahn.de gratis erstatten lassen können. Alternativ können Reisende den nächsten - auch höherwertigen - Zug nutzen. In diesem Fall wird bei zuggebundenen Angeboten, wie beispielsweise Sparpreis-Tickets, auch die Zugbindung aufgehoben.

10:50 Uhr: Streiks sollen ab 14 Uhr beginnen

Der Bahn-Streik soll heute um 14 Uhr beginnen - doch bereits jetzt fallen Züge aus. Im Berlin-Verkehr sind derzeit unter anderem Züge nach Hamburg, Kopenhagen, Leipzig und München gestrichen. Nach dem Ankündigen des Streiks durch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Dienstagabend hatte die Bahn für heute früh einen Ersatzfahrplan zusammengestellt. Um zu verhindern, dass zahlreiche IC-, EC- und ICE-Züge durch außerplanmäßiges Abstellen auf Zwischenhalten nicht für den Betriebsstart am Donnerstagmorgen zur Verfügung stehen, bleiben diese in ihren Startbahnhöfen stehen. Nach Streikende am Donnerstagfrüh sollen so die Züge möglichst rasch wieder nach Fahrplan verkehren können.

10:37 Uhr: Ab 12 Uhr soll es Behinderungen geben

Die S-Bahn erklärt, dass es ab 12 Uhr zu Verspätungen auch im Regionalverkehr kommt:

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