Streik bei der Post : Pakete in Berlin und Brandenburg bleiben liegen

Kurz vor Ostern hatte es erste Warnstreiks bei den Brief- und Paketzustellern gegeben, heute Abend sollen wieder zwei Paketzentren bestreikt werden. Auch unabhängig von den Streiks bleibt bei der Post zur Zeit einiges liegen.

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Seit Wochen bleiben bei der Post Sendungen liegen. Jetzt kündigte Verdi ganz aktuell Streiks in zwei Paketzentren an. Foto: dpa
Seit Wochen bleiben bei der Post Sendungen liegen. Jetzt kündigte Verdi ganz aktuell Streiks in zwei Paketzentren an.Foto: dpa

In den Paketzentren Börnicke bei Nauen und Rüdersdorf wird am heutigen Donnerstag nach Angaben einer Verdi-Sprecherin gestreikt. Damit kommen am Freitag tausende Pakete nicht bei den Empfängern in Berlin und Brandenburg an. Sendungen, die hier aufgegeben worden sind, werden ebenfalls nicht weitergeleitet.

Am Dienstag waren Tarifverhandlungen erfolglos geblieben. Verdi fordert, die Arbeitszeit von 38,5 Stunden auf 36 Stunden zu  verkürzen – bei vollem Lohnausgleich. Bereits Anfang April hatte es mehrere Warnstreiks  bei den Brief- und Paketzustellern gegeben, wodurch sich die Auslieferung verzögert hatte.

Unabhängig von den bisherigen Streiks stapeln sich in den Auslieferungszentren nach Verdi-Angaben ohnehin seit Wochen die Sendungen. Ein Berliner musste nach eigenen Angaben zwölf Tage auf eine Medikamenten-Lieferung warten.

Dies sei eine Folge der Umorganisation bei der Post, sagte eine Verdi-Sprecherin. Um Kosten zu sparen, hat der Konzern eine Tochtergesellschaft gegründet, bei der die Mitarbeiter weniger verdienen als im Konzern. Deshalb seien rund 400 befristete Verträge aufgelöst worden. Da nicht alle Mitarbeiter zum Tochterunternehmen gewechselt seien, fehle jetzt Personal. Zustellbezirke seien vergrößert worden; Vertretungen gebe es nicht mehr.

Die Folge: Täglich bleiben Briefe und Pakete liegen. Und jetzt wird wieder gestreikt.

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