Berlin : Streik der Piloten: Das "eigene" Flugzeug muss nicht teurer sein

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Was tun, wenn dringende Geschäftstermine warten, aber die Lufthansa-Piloten streiken? Ganz einfach, man mietet sich einfach ein Flugzeug. Die Charter-Firmen in Berlin hatten denn auch gestern gut zu tun. Beispielsweise gab es mehrere zusätzliche Aufträge für Flüge nach Frankfurt, Oberpfaffenhofen oder Mainz.

Denn die Alternative Bahn kostet Zeit, doch genau die bedeutet für manchen Manager Geld. Der noch nicht einmal unbedingt teurere Ausweg sind die Firmen, die kleine Geschäftsreisejets samt Piloten vermieten. Sie sind in Berlin insbesondere am Flughafen Tempelhof zu finden. Unternehmen wie Bizair und Windrose Air bieten dort Turboprop-Maschinen oder Business-Jets an, die in der Regel über sechs bis zehn Sitze verfügen und von der technischen Ausstattung ihren großen Brüdern mit den Namen Airbus oder Boeing nicht nachstehen.

Im Gegensatz zu den großen Luftverkehrsgesellschaften richten die kleinen Chartergesellschaften ihre Flugpläne nach den Wünschen der Kunden. Wer beispielsweise nach Mainz oder Lübeck möchte, der landet auch dort und nicht in Frankfurt oder Hamburg. Rund 2000 Flugplätze stehen in Europa zur Wahl. Und der Rückflug startet dann, wenn die Passagiere es wünschen.

Richtig teuer wird die individuelle Alternative nur, wenn ein Manager allein auf Reisen geht. Müssen dagegen mehrere Angehörige einer Firma ans gleiche Ziel oder tun sich einige Geschäftsleute zu einer Fluggemeinschaft zusammen, kommt der Trip pro Person nicht teurer als das Business Class-Ticket. Der achtsitzige Lear-Jet nach Frankfurt und zurück kostet rund 8500 Mark netto, so Andreas Wagner von Private Wings. Pro Passagier sind das 1062,50 Mark. Mit dem King Air-Turboprop reisen neun Personen für jeweils 810 Mark.

Und für größere Gruppen ist eine 18sitzige Beech 1900 zu etwa 10 200 Mark im Angebot, das sind für jeden Reisenden nur noch 567 Mark. Zum Vergleich: Das günstigste Lufthansa-Ticket für den Hin- und Rückflug am selben Tag kostet 895,78 Mark.

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