Berlin : Streik legte Zugverkehr lahm

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Ein Warnstreik von insgesamt etwa 200 Mitarbeitern hat gestern früh zwischen 3 Uhr und 7 Uhr den Bahnverkehr in Berlin weitgehend lahmgelegt. Nur die S-Bahnen fuhren weiter. 15 Züge fielen nach Angaben der Bahn komplett aus, die meisten anderen im Fern- und Regionalverkehr hatten Verspätungen bis zu zwei Stunden. Betroffen waren rund 200 Züge. Mehrere zehntausend Fahrgäste kamen gar nicht oder nur verspätet ans Ziel. Wer seine Fahrt nicht antreten konnte, kann die Fahrkarte gratis umtauschen oder sich den Preis erstatten lassen. Für streikbedingte Verspätungen gibt es dagegen keine Entschädigung.

Auch nach dem Ende der Protestaktion normalisierte sich der Verkehr nur langsam. Gegen 10 Uhr fuhren nach Angaben eines Bahnsprechers die Fernzüge wieder weitgehend nach Plan, im Regionalverkehr dauerte es bis gegen 12.30 Uhr.

Rund 80 Beschäftigte in der Betriebsleitzentrale in Pankow, die zwölf Stellwerksbereiche steuern, hatten die Arbeit ebenso niedergelegt wie Mitarbeiter im ICE-Werk Rummelsburg. Die Reisezentren öffneten später.

Die Bahngewerkschaften Transnet und GDBA wollen tariflich zugesichert haben, dass die Jobgarantie für die Mitarbeiter auch bei einem Börsengang der Bahn in jedem Fall gilt. kt

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