Berlin : Streit um Arzneien: Für manche Tumore gibt es kein offizielles Mittel

cs

Berlins Krankenkassen haben sich pauschal festgelegt. Sie wollen keine Arzneien mehr außerhalb der Zulassungsindikation zahlen. Aus Sicht vieler Ärzte bleiben dabei wichtige Fakten unberücksichtigt. Zwei Beispiele:

Rund 90 Krebsarten sind bekannt, aber für seltene Tumore wie das Rippenfellkarzinom gibt es gar keine zugelassenen Mittel. Man würde nicht genügend Patienten für eine breite Studie zusammenbekommen. Eine Zulassung setzt aber solche Studien voraus.

Cortison-Präparate gelten als Standard beim Kampf gegen MS-Schübe. Dennoch haben sie dafür keine Zulassung, weil umfangreiche Studien aus ethischen Gründen nicht möglich sind. Zum Vergleich müsste man einer Versuchsgruppe ein unwirksames Placebo-Präparat geben, was unverantwortlich wäre. Ähnlich verhält es sich bei anderen Medikamenten für Notsituationen.

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