Streit um Kreuzberger Direktkandidatin : Özdemir ermahnt Berliner Grüne

Der Vorsitzende Cem Özdemir hat sich in den Konflikt um Canan Bayram eingeschaltet und ruft zum Zusammenhalt auf.

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Cem Özdemir, Grünen-Chef: "Die Grünen können die Wahl nur gemeinsam gewinnen." Foto: John MACDOUGALL/AFP
Cem Özdemir, Grünen-Chef: "Die Grünen können die Wahl nur gemeinsam gewinnen."Foto: John MACDOUGALL/AFP

Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat sich in den Streit der Berliner Grünen um die Kreuzberger Direktkandidatin Canan Bayram eingeschaltet. „Im Bund sind wir gerade so geschlossen und entschlossen wie schon sehr lange nicht mehr. Das wünsche ich mir von allen unseren Landesverbänden“, sagte er dem Tagesspiegel.

Die Grünen könnten die Wahlen nur gemeinsam gewinnen, mahnte er. Zugleich warnte Özdemir davor, den Konflikt überzubewerten. „Ich würde mir ja Sorgen machen, wenn unsere Kreuzberger nicht mehr für Schlagzeilen sorgen würden. Das gehört zur Folklore“, sagte er.

Bayram will die Nachfolge von Hans-Christian Ströbele antreten

Bayram will im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg für die Grünen das Direktmandat holen und damit die Nachfolge von Hans-Christian Ströbele antreten. Sollten die Berliner Grünen bei der Bundestagswahl allerdings ein schwaches Ergebnis erzielen, könnte das dazu führen, dass Bayram mit einem Direktmandat den Einzug von Renate Künast in den Bundestag verhindert.

„Die Häuser denen, die drin wohnen“

Die frühere Parteichefin und Verbraucherministerin steht auf Listenplatz drei. Der frühere Berliner Grünen-Fraktionschef Volker Ratzmann hatte Bayram in internen Realo-Mails als „unwählbar“ bezeichnet. Zuletzt hatten die Kreuzberger Grünen mit einem Plakat provoziert, das mit dem Slogan „Die Häuser denen, die drin wohnen“ an Hausbesetzerzeiten erinnert.

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