Berlin : Streit um Medikamente: Wenn ein Medikament das Budget sprengt

cs

Medikamente im Wert von rund 70 Mark darf ein Nervenarzt pro Quartal einem Patienten verordnen, Internisten haben 97,51 Mark zur Verfügung. Doch damit lassen sich teure Arzneimittel gegen Multiple Sklerose oder Tumore nicht bezahlen. Solche Verordnungen verursachen deshalb immer wieder Streitigkeiten zwischen Ärzten und Kassen. Vor allem bei den Wirtschaftlichkeitsprüfungen, bei denen Kassen- und KV-Vertreter die "wirtschaftliche Verordnungsweise" von Ärzten unter die Lupe nehmen und Regressstrafen verhängen können, werden bestimmte Therapien zum Zankapfel. Beispielsweise die Verordnung nicht zugelassener Mittel. In anderen Bundesländern haben etliche solcher Präparate einen Sonderstatus: Man rechnet sie erst gar nicht auf das Praxisbudget an. In Berlin werden solche Ausnahmen seltener anerkannt.

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