Berlin : Streit um Parteimanager der Liberalen

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In der Berliner FDP gibt es mal wieder eine Personalquerele. Der Wahlkampfmanager und Landesgeschäftsführer Horst Krumpen soll gehen – trotz des guten Wahlergebnisses von 7,6 Prozent. Kritik an seiner Arbeit war in der FDP weder während der Kampagne für die Wahl zum Abgeordnetenhaus zu hören noch im Jahr zuvor, bei der Bundestagswahl. Nun ist keine Rede mehr davon, dass Krumpens Vertrag verlängert werden soll. Vielmehr soll eine vorzeitige Auflösung des Vertrags im Gespräch sein. Während weder Krumpen noch FDP-Landeschef Markus Löning die Angelegenheit kommentieren wollen , ist Krumpens mögliche Nachfolgerin schon bekannt: die Reinickendorfer Liberale Sibylle Meister, die den Wiedereinzug ins Abgeordnetenhaus nicht geschafft hat. Sie war in der noch laufenden Legislaturperiode Fachfrau der Fraktion für Haushalts - und Kulturpolitik. Für sie soll sich der andere Haushaltsfachmann der Fraktion, Christoph Meyer, eingesetzt haben. Meyer gehört zu den führenden Köpfen in Charlottenburg-Wilmersdorf, dem zweitstärksten FDP-Bezirksverband.

Seine politische Herkunft und sein Ehrgeiz haben Meyer zu einem der besonders ambitionierten Politiker der Berliner FDP gemacht, der auch auf Landesparteitagen Einfluss ausübt. Im Landesvorstand sieht man seine Ambitionen mit Skepsis. Die Partei finde es überhaupt „nicht lustig“, dass der Eindruck entstehe, hier solle jemand „versorgt werden“, sagt ein führender Liberaler. Meyer täusche sich womöglich über seinen Einfluss, auch wenn er geschickt Bündnisse geschlossen habe, um für das Abgeordnetenhaus nominiert zu werden. Wie es mit Krumpen und Meister weitergeht, ist derweil nicht ganz klar. Am 24. Oktober soll sich der Landesvorstand mit der Geschäftsführerfrage befassen. wvb.

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