Berlin : Strieder fordert vorher konkretere Angaben von den Verkehrsbetrieben

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Der Wunsch von BVG, S-Bahn und Regionalbahn nach höheren Fahrpreisen ist jetzt von Verkehrssenator Peter Strieder (SPD) erneut abgelehnt worden, aber trotzdem müssen sich die Fahrgäste auf höhere Tarife noch in diesem Jahr einstellen.

Die Verkehrsverwaltung bemängelte in ihrer Ablehnung des Tarifantrages, dass die BVG keine konkreten Angaben in Form einer Gegenüberstellung der Kosten- und Einnahmeseite vorgelegt habe. Nicht nachvollziehbar sei auch die Struktur der vorgesehenen Tariferhöhung gewesen. Strieder fordert von der BVG ein Konzept, bei dem Stammkunden nicht so kräftig zur Kasse gebeten werden. Außerdem verlangt er neue Konzepte. Zudem sollten die Anträge zuvor mit dem Verkehrsverbund (VBB) abgestimmt werden. Der VBB-Aufsichtsrat tagt aber erst wieder am 29. Februar. Die zum VBB gehörenden Unternehmen in Brandenburg haben sich inzwischen ebenfalls auf eine Preiserhöhung verständigt. Damit würden Fahrten im gesamten Verbundgebiet teurer. Ob der vorgesehene Termin zum 1. Juni gehalten werden kann, steht dabei nach Angaben von Verbund-Chef Uwe Stindt nicht fest. Er hält es für möglich, dass die Tarife auch erst später steigen, spätestens zum 1. Oktober.

Der Verbund und die BVG liefern sich schon seit längerem eine heftige Fehde. Zuletzt stritten sie darum, wer Fahrscheine bei den Druckereien bestellen darf. Von heute an macht dies die BVG wieder in Eigenregie und spart dadurch nach ihren Angaben einen "sechsstelligen" Betrag im Jahr. Stindt erklärte dazu, der Verbund habe mit den Druckereien lediglich einen Höchstbetrag für die Preise festgelegt, die bestellenden Betriebe könnten aber günstigere Preise aushandeln. Die BVG wiederum wirft dem Verbund vor, diese Möglichkeiten habe es bisher nicht gegeben.

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