Studie auf Anregung der IHK : Berlin als Stadt mit Zukunft

Eine Agenda für Berlins Zukunft - auf Anregung der IHK wurde sie erstellt. Sie erweist sich als griffige Analyse mit Vorschlägen für pragmatische Politik. Ein Kommentar.

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Forscher aus Berlin suchen nach Wegen, Autos ohne menschliches Zutun über Straßen und Autobahnen zu leiten.
Forscher aus Berlin suchen nach Wegen, Autos ohne menschliches Zutun über Straßen und Autobahnen zu leiten.Fotolia

Lange hat in Berlin niemand mehr Chancen und Defizite des Standorts abgewogen und daraus eine Agenda für die Zukunft destilliert. Der Senat hatte das 1990 mal getan – und jetzt, 2015, das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung auf Anregung der IHK. Man kann sich nur wünschen, dass das Werk eine Debatte auslöst, die den Regierenden Bürgermeister erreicht. Wer sich über das Bürgeramt Pankow ärgert, weil kein Termin zu kriegen ist, liest in der Studie, dass eine digitale Revolution der Stadtverwaltung nach vorne bringen würde. Wer auf dem Fahrrad von einem Auto geschnitten wurde, liest, dass Zweiräder und Öffentlicher Nahverkehr Vorrang erhalten sollen.

Auf den Zuzug nach Berlin muss die Stadt mit Investitionen reagieren, so die Verfasser – in Kitas, Schulen und Unis und in das Verkehrsnetz. Dass sie nicht über die Erwerbslosen hinweggehen, ist auch ein Verdienst der Autoren, die zudem ganz richtigerweise fordern, die Wirksamkeit der Sozialprogramme zu prüfen und Hilfen dort zu konzentrieren, wo Menschen zurück ins Arbeitsleben finden. Kurzum, eine griffige Analyse mit Vorschlägen für pragmatische Politik. Möge sie Wirkung entfalten!

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