Studie : Berlin verliert im Standortwettbewerb weiter an Boden

Laut eines Bundesländer-Vergleichs der Bertelsmann-Stiftung fällt Berlin im Standortwettbewerb weiter hinter die anderen Länder zurück. Im Bereich Sicherheit vor Armut und Kriminalität belegt der Stadtstaat bundesweit den vorletzten Platz vor Bremen.

BerlinBerlin verliert laut einer neuen Studie im Standortwettbewerb immer weiter an Boden. Die übrigen Bundesländer und Stadtstaaten entwickeln sich erfolgreicher als die Hauptstadt, wie es in einem am Sonntag veröffentlichten Bundesländer-Vergleich der Bertelsmann Stiftung heißt. In der Studie wurden neben der Sicherheit die Einkommens- und die Beschäftigungslage analysiert.

Im Bereich Sicherheit vor Armut und Kriminalität belegte Berlin bundesweit den vorletzten Platz vor Bremen. Erhoben wurden hier die Zahl der Empfänger von staatlichen Transferleistungen sowie die der unaufgeklärten Straftaten je 100 Einwohner.

Auch beim Einkommen stellten die Macher der Studie dem Land kein gutes Zeugnis aus. Schlechter schnitten nur Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ab. Berlin hat den Angaben zufolge mit 23.300 Euro das niedrigste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf aller Stadtstaaten. Das Wirtschaftswachstum im aktuellen Beobachtungszeitraum von 2004 bis 2006 sei zudem mit 0,3 Prozent das schwächste aller Bundesländer gewesen.

Im Bereich Beschäftigung liegt Berlin nur knapp vor dem "Schlusslicht-Trio" Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Laut Bertelsmann Stiftung erreichte das Land im Kampf gegen Kriminalität und Armut zudem das niedrigste Aktivitätsniveau aller Bundesländer. Insgesamt betrachtet entfalte Berlin zum zweiten Mal in Folge die geringsten Aktivitäten aller Bundesländer. (mit ddp)

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