Berlin : Stürmer schlug Verteidiger: Geldstrafe nach Rasenduell

Das war kein sportlicher Schlagabtausch: Nach einem Hieb auf den Hinterkopf eines gegnerischen Verteidigers kurz vor Abpfiff einer Fußballkreisliga-Partie muss ein 25-jähriger Stürmer eine Strafe von 450 Euro zahlen. „Das war kein Kampf um den Ball und keine Notsituation“, entschied am Freitag eine Amtsrichterin. Aus Verärgerung über die drohende Niederlage habe der damalige Kicker des BSV 92 einen Spieler des SC Alemannia 06 Haselhorst attackiert.

Der Außenverteidiger, an dem er im September 2009 seinen Frust abreagierte, ist von Beruf Polizist. „Nach dem Spiel wollte ich den Stürmer zur Rede stellen, aber er war aufbrausend und ist dann einfach abgehauen“, sagte der 26-jährige Beamte. Weil ihm die zunehmende Gewalt auf dem Fußballplatz „gegen den Strich“ gehe, habe er letztlich Anzeige erstattet.

Es stand 4:3 für die Mannschaft aus Haselhorst, als der Angeklagte den gegnerischen Verteidiger mit der flachen Hand schmerzhaft am Hinterkopf traf. „Aber fünf Minuten zuvor hatte ich einen Rippenstoß kassiert“, rechtfertigte sich nun der gebürtige Serbe. Es sei eine hitzige Partie gewesen, sein Verhalten tue ihm leid, beteuerte er. Das Gericht sprach ihn der Körperverletzung schuldig. K.G.

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