• Suche nach Schusswaffe: Charlottenburger Häftlinge für einen Tag nach Tegel umgesiedelt
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Suche nach Schusswaffe : Charlottenburger Häftlinge für einen Tag nach Tegel umgesiedelt

Mit Bussen sind am Donnerstagmorgen 261 Häftlinge aus der JVA Charlottenburg ins Tegeler Gefängnis gebracht worden. Grund war ein Hinweis auf eine versteckte Schusswaffe. Gefunden wurde bis zum Nachmittag nichts. 120 Häftlinge durften zurückkehren, die anderen müssen in Tegel übernachten. Der Ausgang der Aktion war noch offen - klar ist hingegen, wer dafür zahlt.

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Blick in die JVA Tegel - 261 Häftlinge aus Charlottenburg ziehen für einen Tag hier ein.
Blick in die JVA Tegel - 261 Häftlinge aus Charlottenburg ziehen für einen Tag hier ein.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Sämtliche Insassen des Gefängnisses Charlottenburg sind am Donnerstag für einen Tag in die JVA Tegel verlegt worden – weil ein Inhaftierter behauptet hatte, im Charlottenburger Knast befinde sich eine Schusswaffe. Bis zum späten Nachmittag wurde aber keine Waffe gefunden. 120 der 261 umquartierten Gefangenen konnten noch am Nachmittag nach Charlottenburg zurückkehren, weil die Überprüfung ihrer Bereiche bis dahin abgeschlossen war, die anderen 141 mussten die Nacht in Tegel verbringen. Die dortige Teilanstalt I steht leer, dort konnten sie schlafen.


Der Hinweisgeber hatte sich nach Angaben der Justizverwaltung an die Polizei gewandt, die wiederum die Anstalt informierte. Es gab laut Justizverwaltung sogar einen konkreten Hinweis auf mögliche Besitzer der Waffe. In ihren Zellen wurde aber nichts gefunden. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass trotzdem eine Waffe in der Anstalt ist, beschlossen die Anstaltsleitungen und die Senatsverwaltung in der Nacht zu Donnerstag, das gesamte Haus zu durchsuchen.

85 Beamte machten sich morgens an die Arbeit. Bis zum späten Nachmittags wurde nichts gefunden; auch Zufallsfunde anderer Art gab es nicht. Falls sich der Hinweisgeber nur einen üblen Scherz erlaubt haben sollte, muss er mit einem Ermittlungsverfahren rechnen. Auf den Kosten der Aktion wird wohl der Steuerzahler sitzen bleiben.

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