Berlin : Swingende No Angels

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Endlich mal ein Abend für Vater, Mutter, Kind: Die No Angels, bekannt aus Funk, Fernsehen und Mädchenzimmern, haben am Mittwochabend ein Swingkonzert gegeben. Ganz bedeutungsvoll (Tag der Einheit!) hatte die Plattenfirma zusammen mit dem Radiosender r.s.2 in den Tränenpalast geladen, wo Jessica, Lucy, Vanessa, Sandy und Nadja vor rund 350 geladenen Gästen, darunter Pop-Kollege Peter Plate von Rosenstolz, ihre auf Swing getrimmten Hits zum Besten gaben. Der Radiosender hatte unter seinen Hörern Tickets für dieses „einmalige Ereignis“ verlost, und die No Angels durften noch Freunde und Verwandte mitbringen. So musste auch Giovanni mit anhören – sonst bei den Teenie-Bandkollegen von BroSis beschäftigt und derzeit angeblich mit Vanessa verbandelt –, wie sich die fünf Mädels von der 25-köpfigen Begleitband in den Hintergrund posaunen ließen. Denn so richtig kamen die No Angels mit ihren Stimmen gegen die geballte Kraft dieser Band ohne n nicht an, auch wenn Ikonen der Jazzmusik wie Till Brönner die Arrangements von „Daylight“ & Co. übernommen hatten. Gut zwei Stunden dauerte der Ausflug der No Angels in die Welt des Swing, und am Ende waren aller guten Dinge drei: Drei Mal zogen sie sich währenddessen um, und drei Lieder mussten sie nachsingen. Denn der Abend im Tränenpalast wurde gleichzeitig noch auf CD und DVD gebrannt, da muss eben alles korrekt für die Nachwelt aufgehoben werden.

Vielleicht hätten die No Angels vorher einen Ausflug in die Kulturbrauerei nach Prenzlauer Berg machen sollen. Am Montagabend zeigte dort Andrej Hermlin mit seinem Swing Dance Orchestra, was echtes Dreißiger- und Vierziger-Jahre-Feeling ist. Gerade von einer Tour aus New York zurückgekehrt, stellte das Orchester seine neueste Platte vor. Let it swing! ling

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