Berlin : Tacheles: Auferstanden als Ruine

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Das Gebäude des Tacheles ist Teil der Friedrichstraßenpassage, die unter Leitung des kaiserlichen Baurats Franz Ahrens von 1907 bis 1909 erbaut wurde. 1928 zog die AEG in den Komplex, 1934 brachten die Nationalsozialisten dort Dienststellen unter. 1943 trafen Bomben das Haus. Zu DDR-Zeiten wurde es unter anderem vom FDGB und von der Volksarmee genutzt. Anfang der 80er Jahre wurde ein Teil des Gebäudes gesprengt. 1990 besetzte die Künstlerinitiative Tacheles die Ruine, die im selben Jahr unter Denkmalschutz gestellt wurde. Die Oberfinanzdirektion übernahm die Immobilie. Es kam zum Streit mit den Tachelesbetreibern, zeitweise liefen Räumungsklagen. 1997 wurden Grundstück und Tacheles an die Fundus-Gruppe verkauft. Bis zur Renovierung beherbergte es auf 6000 Quadratmetern Fläche Werkstätten für Malerei, Installationen, Fotografie, Video und Grafik-Design, ein Kino und einen Theatersaal.

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