Berlin : Tag der Entscheidung zu Nachtflügen Experten erwarten kein generelles Verbot

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Schönefeld/Leipzig - Um 10 Uhr ist es so weit: Dann will am heutigen Donnerstag das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig seine Entscheidung zu den Nachtflügen am neuen Flughafen in Schönefeld bekannt geben. Gerechnet wird damit, dass die Richter kein rigoroses Nachtflugverbot zwischen 22 Uhr und 6 Uhr verhängen werden, wie es die Kläger fordern. Daran ändert nach Einschätzung von Experten auch die Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom Dienstag nichts, wonach es in Frankfurt (Main) vom 21. Oktober an vorerst keine Nachtflüge mehr geben darf.

Ob es dabei bleibt, wird wiederum das Bundesverwaltungsgericht entscheiden. Das Flugverbot in Frankfurt gilt, weil der Flughafen am 21. Oktober eine vierte Bahn in Betrieb nimmt, auf der nur Landungen vorgesehen sind. Als Ausgleich für den damit verbundenen zusätzlichen Lärm hatte das Land einst den Verzicht auf Nachtflüge versprochen, im Genehmigungsverfahren dann aber doch 17 Flüge auch zwischen 23 Uhr und 5 Uhr erlaubt. Dagegen gab es Klagen.

In Schönefeld hat das Bundesverwaltungsgericht bereits ein Flugverbot zwischen 0 Uhr und 5 Uhr erlassen; verkündet wird heute, ob auch zwischen 22 Uhr und 24 Uhr sowie zwischen 5 Uhr und 6 Uhr geflogen werden darf. Möglich ist, dass das Gericht die Zahl der genehmigten Flüge in diesen Zeiten noch verringern wird. Beim Lärmschutz ist bereits nachgebessert worden. Klaus Kurpjuweit

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