Tag der offenen Ateliers : Brandenburg lockt zur Landpartie

Am Wochenende zeigen offene Ateliers, Dorfkirchen und Werkstätten ihr Können. Nicht nur Ausstellungen und Konzerte, sondern auch selbst kreativ werden steht auf dem Programm.

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Künstlerische Einblicke. Am Tag der offenen Ateliers kann man von einer Ausstellung zur anderen ziehen, wie hier vor zwei Jahren in Potsdam.
Künstlerische Einblicke. Am Tag der offenen Ateliers kann man von einer Ausstellung zur anderen ziehen, wie hier vor zwei Jahren...Foto: M. Thomas

Diese Kombi klingt gut. Eine Landpartie am Sonnabend oder Sonntag nach Brandenburg, Spazierengehen oder Wandern zwischen Wald, Wiesen und Seen, das Wetter soll ja halbwegs mitmachen.  Und zwischendurch, mal hier, mal dort, Kunst genießen: Gemälde, Keramik, Skulpturen, vielleicht auch Fotografien, Zeichnungen. Am Wochenende ist das alles möglich – beim „Tag der offenen Ateliers“ in Brandenburg. Rund 750 Künstler und Galeristen in 14 Landkreisen laden zu Ausstellungen und Mitmach-Aktionen in ihre Werkstätten und Galerien ein. Aber damit nicht genug. Am Wochenende beginnt ein weiterer Kultur-Höhepunkt in der Mark: der Dorfkirchensommer. Zum Programm gehören Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Führungen und Feste.

Selbst vom kühlen und verregneten Maibeginn lassen sich die Organisatoren beider Veranstaltungen den Start in die märkische Kultursaison nicht vermiesen. Überall laufen die Vorbereitungen. Zum Beispiel in der „Kulturmühle Perwenitz“ in Schönwalde Glien bei Velten/Hennigsdorf, ein Geheimtipp im Havelland.

Besucher kommen den Künstlern ganz nah

Diese Getreidemühle aus dem 19. Jahrhundert wurde Mitte der 90er Jahre von Berliner Künstlern entdeckt und restauriert. Im „Café Silo“ oder Gartencafé gibt’s Espresso und selbst gebackenen Kuchen. Und dort, wo einst Getreide lagerte und Mehl gemahlen wurde, kann man heute Malerei, Skulpturen, Installationen sowie Fotografien der Künstler des Kulturmühle-Vereins betrachten. Am Sonnabend, 13–20 Uhr, Sonntag, 11–19 Uhr.

Aber es geht am Tag der offenen Ateliers nicht nur um passiven Kunstgenuss. Besucher können den Kunstschaffenden in den meisten der insgesamt 550 beteiligten Ateliers auch über die Schulter schauen, mit ihnen ins Gespräch kommen und selbst kreativ sein – um dann ein eigenes Bild, eine Keramik oder Fotografie mit nach Hause zu nehmen.

Von DJs bis Orgelmusik

Im Potsdamer Ortsteil Groß Glienicke zeigt die „Galerie bei Buba“ an der Potsdamer Chaussee 51 beispielsweise Objekte aus Stein und Eisen sowie Reliefbilder aus Lehm. Ebenso in Potsdam gibt’s das Atelier „Farbknall“ von Steffi Ribbe an der Friedrich-Engels-Straße 22. Sie zeigt ihre Popart-Möbel, Vintage-Schränke und lässt ihre Lieblings-DJs auflegen.

Blick nach Bernau im Nordosten Berlins: Dort präsentiert Schmuckkünstlerin Gabriele Voigt „Silberträume in Holz und Stein“. In Gussow bei Heidesee kann man in der Bildhauerei Jochen Schamal den Guss von Bronzefiguren erleben, in Falkensee wird im Atelier Asel Temiralieva-Meyer Filzkunsthandwerk vorgeführt, in Paretz bei Ketzin zeigt Annette Wienen „keramische Ritz- und Prägetechniken unserer Vorfahren“.

Und der Dorfkirchensommer? Diese Reihe mit über 300 Veranstaltungen bis zum 31. Oktober wird am Sonntag, 15 Uhr, mit einem Festkonzert im Gotteshaus von Bornsdorf bei Luckau (Dahme-Spreewald) eröffnet. Aber bereits am Samstag erklingt ein Orgel- und Hornkonzert ab 15 Uhr in der Dorfkirche Jünsdorf von Blankenfelde-Mahlow.

Tag der offenen Ateliers: Alle Termine gibt’s auf einer PDF-Übersicht unter www.kulturland-brandenburg.de. Infos zum Dorfkirchensommer: www.dorfkirchensommer.ekbo.de

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