Tag der offenen Tür : Besuchen Sie Angela im Kanzleramt

Am Wochenende veranstaltet die Bundesregierung wieder einen Tag der offenen Tür. Das Motto: die deutsche Einheit. Damit Sie nichts verpassen, hier ein kleiner Überblick.

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Für Angela-Fans: Von 14 bis 16 Uhr führt die Herrin des Hauses ihre Gäste persönlich durchs Kanzleramt und den Kanzlerpark. Foto: Günter Peters
Für Angela-Fans: Von 14 bis 16 Uhr führt die Herrin des Hauses ihre Gäste persönlich durchs Kanzleramt und den Kanzlerpark. Foto:...

Einen werden die Staatsgäste an diesem Wochenende wohl nicht zu Gesicht bekommen: Angela Merkels „Neuen“. Regierungssprecher und Ex-ZDF-Mann Steffen Seibert steht nicht auf der langenTeilnehmerliste. Dafür zeigen sich am Sonnabend und Sonntag viele andere bekannte Gesichter aus dem Berliner Politikbetrieb.

Zum 12. „Staatsbesuch“, dem Tag der offenen Tür in den 14 Bundesministerien, dem Kanzleramt und dem Bundespresseamt, sollte man vorbereitet kommen. So kann man sich aus 400 Veranstaltungen die Rosinen herauspicken. Das Motto lautet „20 Jahre deutsche Einheit“. Kanzlerinnenfans sollten am Sonntag rechtzeitig am Amtssitz von Angela Merkel vorbeischauen: Von 14 bis 16 Uhr führt die Herrin des Hauses ihre Gäste durch das Kanzleramt und den Kanzlerpark. Dort ist auch eine Open-Air-Ausstellung zu sehen, die das Zusammenwachsen von Ost und West dokumentiert.

Wer sich eher für jüngere Kabinettsmitglieder interessiert, kann ebenfalls am Sonntag ab 11 Uhr den Bundesverteidigungsminister im Haus der Bundespressekonferenz befragen: Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg stellt sich dort um 11 Uhr im Haus der Bundespressekonferenz den Bürgerfragen, ab 14 Uhr ist er zum Bürgergespräch in seinem Ministerium.

Älter, aber auch reicher an Erfahrung sind jene Herren, die sich am Sonntag ab 14 Uhr im Bundesfinanzministerium über „20 Jahre deutsche Einheit“ unterhalten: Hausherr Wolfgang Schäuble, Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher, der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel sowie Lothar de Maizière, der letzte Ministerpräsident der DDR, dazu der Historiker Hans Walter Hütter. Doch auch am Sonnabend gibt es genügend Gründe, sich zum Staatsbesuch aufzumachen: Um 15.45 Uhr etwa spricht der Bundesbeaufragte für den Datenschutz, Peter Schaar, im Bundesinnenministerium – sicherlich auch über die Straßenfotografen von Google. Bereits um 15 Uhr unterhält sich der Parlamentarische Staatssekretär Steffen Kampeter im Bundesfinanzministerium mit der Chanson-Sängerin Annett Louisan. Vielleicht stimmen die beiden ja gemeinsam ein Lied an.

Das Presseamt setzt auf die Zukunft und Satelliten

Die Frage, warum die Bundesregierung so viel Geld in die Raumfahrt steckt, will das Presse- und Informationsamt beantworten. Zu sehen sind dort die europäische Trägerrakete Ariane 5 und ein Satellit des europäischen Navigationssystems Galileo. Einen Blick können die Besucher aber auch auf Projekte werfen, die noch wie Zukunftsmusik klingen, zum Beispiel ein Gerät für die Mondlandung und wiederum ein Satellit, der die CO2-Konzentration in der Luft messen kann.

Der Tag der offenen Tür bietet 19 Stationen für Besucher.
Der Tag der offenen Tür bietet 19 Stationen für Besucher.

Auf das Älterwerden einstellen kann man sich an beiden Tagen im Bundesgesundheitsministerium: Ein spezieller Anzug zeigt dort, mit welchen körperlichen Einschränkungen Senioren klarkommen müssen. Beruhigung verschafft danach sicherlich die „Rauschbrille“, die man sich im Ministerium aufsetzen kann. Sie simuliert, wie sich die Wahrnehmung zum Beispiel durch Alkohol oder Drogen verändern kann.

Kleinen Besuchern soll die Angst vorm Arzt genommen werden: Sie können am Sonnabend in der Teddy-Klinik am Bundesgesundheitsministerium ihre flauschigen Freunde „durchchecken“ lassen. Handwerklich geschickte Kinder und Jugendliche können den ganzen Sonnabend über vor dem Bundeskanzleramt zeigen, dass sie das Zeug zum Bootsbauer haben: Die Technologiestiftung Berlin veranstaltet dort einen Wettbewerb.

Und vielleicht steigt die Bundeskanzlerin dann am Sonntag sogar ins Siegergefährt.

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