Berlin : Tagelang im Keller eingesperrt

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Die Frau aus Niedersachsen suchte in Berlin einen Job. Sie lernte einen Mann aus Wedding kennen, ging mit in seine Wohnung und saß laut Anklage in der Falle: Der Fremde und fünf seiner Bekannten sollen die 21jährige Meike L. vier Tage im Keller gefangen gehalten haben. Unter Androhung, ihren zweijährigen Sohn umzubringen, sei sie gezwungen worden, mit ihrer EC-Karte für die Peiniger Kleidung und Elektrogeräte im Wert von 3000 Euro zu bezahlen. Seit gestern müssen sich die Männer im Alter von 17 bis 53 Jahren vor dem Landgericht verantworten.

Die Frau wollte in einem Callcenter arbeiten. Ihren Sohn hatte sie bei der Großmutter in Niedersachsen gelassen. In einem Internet-Café soll sie mit einem der Angeklagten ins Gespräch gekommen sein. Er habe ihr einen Job angeboten, sagte der Staatsanwalt. Als sie in die Wohnung des 24-Jährigen kam, hätten dort bereits andere Angeklagte gewartet. Man habe ihr die Papiere abgenommen und sie in den Keller gesperrt. Aus Angst um ihr Kind habe sie sich gefügt. K. G.

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