Berlin : Tagesmütter: Nur schlechte Erfahrungen

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Betrifft: Kitas

Auch meine Tochter ging 1996 zu einer Tagesmutter. Sie wurde mir wärmstens empfohlen, eine äußerst nette Frau. Das Platzangebot in ihrer Wohnung ließ zu wünschen übrig, aber ich dachte, sie macht das mit ihrer einfühlsamen, netten Art wett. Leider habe ich mich getäuscht. Die gute Frau saß mit den vier Kindern, die sie zu betreuen hatte, die gesamte Stundenzahl in der Eisdiele, hat mit ihrer Tagesmutter-Kollegin gequatscht oder Zeitung gelesen. Die Kinder saßen alle mehr oder weniger brav (mindestens drei Stunden) in Kinderhochstühlen, wo sie natürlich nicht wegkonnten, und haben mit ihrem Essen gespielt. Für mich kam bei meiner zweiten Tochter (3) keine Tagesmutter mehr in Frage. Man hat keinerlei Kontrolle, was diese Tagesmütter so machen, vor allem, wenn sie mit den Kindern in der Wohnung sind. Ich will auf keinen Fall sagen, dass alle so sind, aber man bekommt „die Guten“ kaum rausgefiltert. So geht es vielen meiner Freundinnen. Die Kinder, die in Tagesmütterpflege gehen, sind zudem auch meist so klein, dass sie sich nicht wirklich äußern oder abschätzen können, ob die Aufsichtsperson irgendetwas falsch macht. So ist mir die Kita weitaus lieber, da ich dort einfach mehr mitbekomme. Brigitta Christian, Mitte

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