Berlin : Tagesspiegel macht mit bei VBKI-Projekt Partnerschaft mit Clara-Grunwald-Schule

Man kann von der Pisa-Studie ja halten, was man will, eines hat sie aber doch erreicht: Vielen Menschen wurde klar, was Lehrer und betriebliche Ausbilder schon lange wussten, dass nämlich die Schule nicht imstande ist, die familiären Folgen von Arbeitslosigkeit und Armutsmigration zu kompensieren. So wuchs das Bewusstsein dafür, dass die Anstrengungen erhöht werden müssen. Die einen riefen damals nach dem Staat, der gefälligst die Sprachförderung verbessern sollte, die anderen fragten sich, ob sie nicht selbst etwas beitragen könnten.

Zuerst gingen spontan Stundengruppen los und suchten in Kreuzberg Grundschulen, die Hilfe brauchten. Dann kam auch die systematische Hilfe in Gang: Die Bürgerstiftung schickte Lesepaten in die Schulen, andere Stiftungen oder Unternehmen lobten Preise aus für Lesewettbewerbe oder unterstützten Feriencamps für Migrantenkinder.

Im Jahr 2005 schlug die Stunde des VBKI. Er hat es nicht nur geschafft, tausende Bürger zu aktivieren, sondern auch, Betriebe zu gewinnen. So entsenden inzwischen Berliner Glas in Neukölln, der Pharmakonzern Pfizer am Potsdamer Platz und die Wirtschaftsberatung Ernst&Young Lesepaten in Schulen.

Neu im Bunde ist der Tagesspiegel: Zwölf Journalistinnen und Journalisten warten auf den Einsatz als Lesepaten ab kommendem Schuljahr an der Kreuzberger Clara-Grunwald-Grundschule. Sie liegt nur wenige Minuten Fußweg vom neuen Tagesspiegel-Standort am Askanischen Platz und bietet sich daher für eine kontinuierliche Kooperation an. Die Lesepaten werden teils zu zweit oder auch zu dritt den Klassen zugeteilt. Damit können sich Mitarbeiter mit knappen Zeitkontingenten gegenseitig vertreten. Tsp

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