• Tagesspiegel verlost Premierenkarten: "Mediterranea": Aufstand der Flüchtlinge im Kino

Tagesspiegel verlost Premierenkarten : "Mediterranea": Aufstand der Flüchtlinge im Kino

Unruhen unter ausgebeuteten Flüchtlingen: Darum geht's in Josef Carpignanos Film "Mediterranea - Refugees Welcome?" Morgen ist Premiere - und Sie können dabei sein.

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Pio Amato (r) als Ayiva in einer Szene des Kinofilms "Mediterranea". Am Mittwoch feiert der Film Premiere in Berlin.
Pio Amato (r) als Ayiva in einer Szene des Kinofilms "Mediterranea". Am Mittwoch feiert der Film Premiere in Berlin.Foto: DCM/dpa

Am 7. Januar 2010 brachen in der süditalienischen Kleinstadt Rosarno unter afrikanischen Immigranten Unruhen aus. Zu Tausenden arbeiteten sie in den Plantagen als illegale Saisonarbeiter in sklavenähnlichen Verhältnissen, ausgebeutet durch die Plantagenbesitzer und die ’Ndrangheta, auch immer wieder Übergriffen durch die Bevölkerung ausgesetzt. Als italienische Jugendliche dann Afrikaner mit Luftgewehren beschossen und zwei schwer verletzten, wehrten sich die Einwanderer ebenfalls mit Gewalt und waren nun erneuten Attacken der Einheimischen und der lokalen Mafia ausgesetzt, mit insgesamt über 60 Verletzten. Schließlich wurden die Afrikaner von den Behörden mit Bussen aus der Region gebracht, unter dem Jubel der Bevölkerung.

Die Unruhen sind Hintergrund und Stoff für den im Frühjahr bereits in Cannes gezeigten Spielfilm „Mediterranea – Refugees welcome?“ des jungen italoamerikanischen Regisseurs Jonas Carpignano, der durch die Flüchtlingskrise hochaktuell ist. Er war nach den Unruhen selbst nach Kalabrien gereist, um mehr über die Unruhen und ihre Ursachen zu erfahren, hatte danach bereits einen Kurzfilm gedreht. Dabei hatte er Koudous Seihon kennengelernt, selbst Immigrant aus Burkina Faso, der jetzt eine der Hauptrollen übernahm, den Immigranten Ayiva, der mit seinem Freund zu einer gefährlichen Reise ins gelobte Land Italien aufbricht und auf den Zitrusplantagen Kalabriens ankommt. Ohnehin wurde der Film weitgehend mit von der desolaten Lage der Immigranten selbst betroffenen Laienschauspielern gedreht.

Am morgigen Mittwochabend wird der Film, der tags darauf in die Kinos kommt, in Anwesenheit des Regisseurs als deutsche Premiere im Kino in der Kulturbrauerei vor geladenen Gästen gezeigt. Der Tagesspiegel verlost für diese Vorführung zwei mal zwei Karten. Wer Interesse daran hat, maile dies bitte bis zum heutigen Dienstag, 15 Uhr, an verlosung@tagesspiegel.de, Stichwort „Mediterranea“. Telefonnummer nicht vergessen!

Die Gewinner werden umgehend benachrichtigt.

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