TAKTISCHES WÄHLEN : So können Überhangmandate vermieden werden

GUTER RAT

Das Wahlrecht ist kompliziert. Viele Wähler tun sich mit den Überhangmandaten schwer. Sie entstehen durch besonders gute Erst- und verhältnismäßig schwächere Zweitstimmen-Ergebnisse der Parteien. Auf der Internetseite wahlrecht.de finden sich Hinweise auf mögliche Überhangmandate und Empfehlungen für Wähler, die diese verhindern wollen.

DIE CHANCEN

Anders als etwa in Brandenburg sind laut wahlrecht.de die Chancen gering, dass in Berlin Überhangmandate anfallen. Am wahrscheinlichsten sei solch ein Mandat für die CDU. Das liegt vor allem daran, dass die CDU „mit einem vergleichsweise schlechten Zweitstimmenergebnis sechs West-Berliner Wahlkreise gewinnen könnte“.

TAKTIEREN

CDU-Anhänger wählen mit der Erststimme den CDU-Kandidaten. CDU-Gegner wählen mit der Erststimme den SPD-Kandidaten. Nur in Tempelhof-Schöneberg müssen taktisch wählende CDU-Gegner noch etwas weiter denken: Hier hat die Grünen-Kandidatin Renate Künast womöglich etwas bessere Chancen als die SPD-Konkurrentin Mechthild Rawert. In diesem Wahlkreis „könnte“, so heißt es bei wahlrecht.de, die Erststimme für Künast effektiver sein für Leute, die der CDU ein mögliches Überhangmandat nicht gönnen. In Ost-Berliner Wahlkreisen hat nur die Linke „Minimalchancen“ auf ein Überhangmandat. Wer das verhindern will, müsste seine Erststimme dem aussichtsreichsten Gegenkandidaten geben. Tsp

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