Talkshow : Pflüger fordert Aus für "Anne Will"

Der Fraktionschef der Berliner CDU, Friedbert Pflüger, will den ARD-Polittalk "Anne Will" absetzen lassen. Sie hatte in der Sendung am vergangenen Sonntag einen Bericht über die Regierungsarbeit des rot-roten Senats in seinen Augen zu wohlwollend und wahrheitsverzerrend angekündigt.

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Friedbert Pflüger, CDU Fraktionsvorsitzender Berlin und Mitglied im RBB-Rundfunkrat. -Foto: Mike Wolff

BerlinDer Berliner CDU-Fraktionschef Friedbert Pflüger fordert die Ablösung der ARD-Talksendung "Anne Will". Die Sendung zeichne sich "immer mehr durch Un- und Halbwahrheiten" aus, sagte Pflüger der "Bild"-Zeitung. Zudem hielt er der Sendung eine "bewusste Verzerrung von Sachverhalten" vor. Pflüger schlug vor, "Anne Will" durch die Sendung "Hart aber Fair" mit Frank Plasberg zu ersetzen.

Moderatorin Anne Will habe nicht gehalten, was sich viele versprochen hätten, befand Pflüger. Als Mitglied des RBB-Rundfunkrates wolle er sich nun für ihre Ablösung einsetzen, sagte der CDU-Politiker.

Im Detail störte ihn die Anmoderation Wills in der Sendung von vergangenem Sonntag, in der sie dem Bericht zufolge die Berliner rot-rote Koalition als erfolgreich bezeichnete. Will wird mit den Worten zitiert: "Dass man mit der Linkspartei erfolgreich Politik machen kann, das weiß der Chef der einzigen rot-roten Koalition in Deutschland, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit".

An dem dann folgenden Einspielfilm beklagte Pflüger die Formulierung, die rot-rote Koalition habe 2001 von der großen Koalition 60 Milliarden Euro Schulden geerbt und Berlin "auf die Erfolgsspur" geführt. Pflüger dagegen führt an, die Verschuldung Berlins sei von 38,5 Milliarden Euro 2001 auf heute rund 61 Milliarden Euro gestiegen.

Berlin hat für 2008 erstmals seit Jahren wieder einen ausgegleichenen Haushalt vorgelegt und will anfangen, seinen Schuldenberg abzutragen. (nal/ddp)

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