Tarife : Nichtärztliche Charité-Beschäftigte setzen Streik fort

Die nichtärztlichen Beschäftigten der Charité haben am Freitag ihren Streik an allen drei Klinikstandorten fortgesetzt.

Berlin - Nachdem an den Tagen zuvor die Operationssäle bestreikt worden waren, rief die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nun die Beschäftigten im Bereich Facility Management, zu dem beispielsweise Technik- und Reinigungskräfte gehören, zum Ausstand auf. Beteiligt waren Mitarbeiter aller drei Charité-Standorte, dem Virchow-Klinikum, dem Campus Mitte und dem Klinikum Benjamin-Franklin.

ver.di-Gewerkschaftssekretär Werner Koop warf einigen Vorgesetzten am Klinikum Benjamin-Franklin vor, sie hätten die streikenden Mitarbeiter «mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen massiv bedroht». Viele Beschäftigte seien derart eingeschüchtert worden, dass sie sich wieder zurück an ihren Arbeitsplatz begeben hätten, sagte er.

Eine Charité-Sprecherin unterstrich derweil, dass sich nicht alle Mitarbeiter des Bereiches Facility Management rechtmäßig am Streik beteiligen könnten, sondern nur diejenigen mit Charité-Verträgen. Dies hätten Vorgesetzte im Klinikum Benjamin-Franklin gegenüber ihren Beschäftigten vermutlich nur richtig gestellt, fügte sie hinzu.

Der Arbeitskampf hatte am Dienstag begonnen, nachdem die Tarifverhandlungen für die nichtärztlichen Beschäftigten nach monatelangem Tauziehen gescheitert waren. ver.di forderte für die Krankenschwestern, Pfleger, Verwaltungsangestellten und das technische Personal des Universitätsklinikums unter anderem die Übernahme der Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst aus den Jahren 2003 und 2005 sowie den Verzicht auf Privatisierungen und betriebsbedingte Kündigungen. (tso/ddp)

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