Tarife : Warnstreiks im Einzelhandel

Voraussichtlich Mitte August wird es Warnstreiks im Berliner Einzelhandel geben. Mit den Arbeitskampfmaßnahmen solle in den laufenden Tarifverhandlungen Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt werden.

Berlin Im Berliner Einzelhandel wird es frühestens Mitte August Warnstreiks geben. Wegen des weit verzweigten Filialnetzes in der Hauptstadt würden die Vorbereitungen und Abstimmungen in den Belegschaften länger dauern, sagte Erika Ritter, Landesfachbereichsleiterin Handel der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Mit den Arbeitskampfmaßnahmen solle in den laufenden Tarifverhandlungen Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt werden.

In den beiden vorangegangenen Verhandlungsrunden hatte es nach Gewerkschaftsangaben kein Angebot der Arbeitgeber gegeben. Verdi fordert 6,5 Prozent mehr Lohn für die Angestellten sowie strukturelle Änderungen. Dazu gehöre nach der Kündigung des Manteltarifvertrages der Erhalt bisheriger Zuschlagszahlungen sowie verbindliche Arbeitszeitregelungen. Bislang würden sich die Arbeitgeber strikt weigern, die Beträge in den Entgelttabellen anzuheben, sagte Ritter. Zudem will Verdi in den Verhandlungen die Arbeitsbedingungen im Ostteil der Stadt an den Westen angleichen. Bislang würden die Angestellten im Einzelhandel im Osten eine Stunde länger arbeiten als ihre Kollegen im Westteil.

Zudem bekämen diese mit Zuschlägen etwa 300 Euro mehr im Jahr als im Osten. Einen neuen Termin für eine weitere Verhandlungsrunde gebe es derzeit nicht, sagte Ritter. Im Berliner Einzelhandel sind nach Verdi-Angaben etwa 60.000 Mitarbeiter beschäftigt. Rund ein Drittel von ihnen seien geringfügig Beschäftigte. (mit ddp)

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