Tarifkonflikt : Nichtärztliche Charité-Mitarbeiter stimmen für Streik

An der Charité wird in der Woche vor der Abgeordnetenhauswahl wohl gestreikt. Dafür votierten bei der Urabstimmung mehr als 90 Prozent der abstimmungsberechtigten nichtärztlichen Klinikmitarbeiter.

Berlin - "Wir wollen mit dem Arbeitskampf so schnell wie möglich anfangen", sagte der zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretär Werner Koop. Der Streik soll Anfang nächster Woche beginnen.

"Jetzt liegt es am Charité-Vorstand, den Streik durch ein verhandlungsfähiges Angebot buchstäblich in letzter Minute zu verhindern", so Koop. Die Gewerkschaft sei gesprächsbereit. Die Urabstimmung lief von Mittwoch bis Freitag an allen drei Charité-Standorten. Laut Verdi-Arbeitskampfrichtlinie müssen 75 Prozent der abstimmungsberechtigten Mitglieder für einen Streik stimmen, damit es einen Arbeitskampf geben kann.

Die Tarifverhandlungen für die nichtärztlichen Beschäftigten waren am Montag nach monatelangem Tauziehen gescheitert. Verdi hatte für die Krankenschwestern, Pfleger, Verwaltungsangestellten und das technische Personal des Universitätsklinikums unter anderem die Übernahme der Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst aus den Jahren 2003 und 2005 sowie den Verzicht auf Privatisierungen und betriebsbedingte Kündigungen verlangt. (tso/ddp)

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