Tarifkonflikt : Verhandlungen mit der BVG festgefahren

Im Tarifkonflikt bei der BVG wird heute mit Spannung die Sitzung der Großen Tarifkommission von Verdi erwartet. Das Gremium könnte über eine Fortsetzung des Streiks entscheiden. Bei der Post wird wieder gestreikt. Bei den Lehrern ist ein Vertrag in Sicht.

Die Verhandlungen sind festgefahren; ein Spitzengespräch zwischen Verdi, BVG und Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) blieb am Montag ergebnislos. Wie berichtet ist das zur Verfügung stehende Volumen für Tariferhöhungen strittig. Nach den Vorstellungen von Verdi sollen knapp 26 Millionen Euro für Lohnsteigerungen zur Verfügung stehen. Dies würde laut BVG und Senat inklusive der Lohnnebenkosten eine Summe von 34 Millionen Euro bedeuten.

Auch bei der Post schwelt der Tarifkonflikt weiter. Verdi hatte gestern Nachmittag die Brief- und Paketzentren in Berlin und dem Umland bestreikt. Dies führt laut Gewerkschaft dazu, dass viele Briefsendungen heute nicht zugestellt werden können. Für die angestellten Lehrer rückt hingegen eine Einigung näher. Die GEW-Vorsitzende Rose-Marie Seggelke erwartet heute ein unterschriftsreifes Angebot von Innensenator Ehrhart Körting (SPD). Andernfalls sei zu befürchten, dass viele junge Lehrer Berlin verlassen. Die Sprecherin der Innenverwaltung, Nicola Rothermel, geht jedoch nicht davon aus,dass es bereits heute zu einer Einigung kommt. Umstritten seien die Forderungen nach Ermäßigungsstunden für ältere Lehrer sowie das Streikrecht. Beides will Körting ausschließen. Seit 2004 haben die Lehrer keinen Tarifvertrag mehr; der neue soll sich an dem Regelwerk der anderen Bundesländer orientieren. (sik)

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