Tarifstreit : Verhandlungen über Lehrer-Gehälter vertagt

Rund acht Monate nach Beginn des Tarifstreits um die Bezüge für 200 000 angestellte Lehrer und Hochschuldozenten sind die weiteren Beratungen auf Oktober vertagt worden.

„Es waren harte Verhandlungen. Aber sie haben alle Seiten einem Kompromiss näher gebracht“, sagte die Verhandlungsführerin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Ilse Schaad, nach der sechsten Runde am Freitag in Berlin.
Die lange Sommerpause werde nicht ohne Gespräche zwischen der GEW und der Tarifunion des Beamtenbundes (dbb) auf der einen sowie der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auf der anderen Seite verstreichen. „Es findet auf Arbeitsebene ein ständiger Austausch statt“, sagte Schaad und betonte: „Alle Parteien müssen jetzt eine Linie entwickeln, die in die richtige Richtung weist.“ Anfang Mai hatten sich nach Angaben der GEW rund 6500 Lehrer aus verschiedenen Bundesländern an einwöchigen Warnstreiks beteiligt. Die Verhandlungen über eine neue Länder-Entgeltordnung (L-ego) für Lehrkräfte haben bisher aber kein greifbares Ergebnis erbracht. Die Gewerkschaftler fordern unter anderem die Gleichstellung der Lehrer mit anderen bei den Ländern angestellten Akademikern, eine bessere Eingruppierung der Grundschullehrer sowie die Anhebung der Ost- Gehälter auf Westniveau. (dpa)

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