TATORT NAHVERKEHR : Jährlich Millionenschäden durch Vandalismus

SCHADEN

Ein besonders begehrtes Ziel von Vandalen sind die Anlagen des öffentlichen Nahverkehrs. Die BVG beklagt einen Schaden durch Graffiti, das Zerkratzen oder Einschlagen von Scheiben oder das Aufschlitzen von Sitzen in Höhe von etwa acht Millionen Euro im Jahr. Die S-Bahn muss etwa fünf Millionen Euro aufwenden, um Vandalismusschäden zu beseitigen. Bundesweit entsteht bei der Bahn ein Schaden in Höhe von etwa 50 Millionen Euro.

STRATEGIE

Einst wollten die BVG und die S-Bahn beschmierte oder beschädigte Fahrzeuge schnell reinigen und nicht weiter einsetzen. Dieses Ziel ist derzeit nicht mehr zu erreichen, denn die Verkehrsunternehmen haben den Reservebestand ihrer Fahrzeuge stark verringert. Zudem fehlen durch den Personalabbau häufig Fahrer, die einen Zug von der Strecke zurück in die Werkstatt fahren können. So bleiben derzeit auch beschmierte Züge lange im Einsatz.

MITHILFE

Zeugen, deren Hinweise dazu führen, dass Täter ermittelt werden können, erhalten von den Verkehrsunternehmen eine Belohnung. Bei der S-Bahn sind es bis zu 600 Euro. 40 bis 50 Mal im Jahr werde eine Belohnung gezahlt, sagte ein Sprecher. Bei 3500 Taten seien zuletzt etwa 330 Tatverdächtige festgenommen worden. Von ihnen fordert die Bahn in der Regel auch Schadenersatz. Hinweise nimmt die Bundespolizei unter 01805 234566 entgegen. kt

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