Berlin : Tatort Schule: Herkunft der Pistole der Schülerin noch nicht geklärt

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Die am Dienstag durch einen Bauchschuss verletzte Schülerin der Ernst-Adolf-Eschke-Schule für Gehörlose ist auf dem Weg der Besserung. Es seien keine inneren Organe verletzt, so dass sie bereits "besuchsfähig" sei, teilte Konrektorin Veronika Fuchsmann gestern mit. Auf einer Schülerversammlung soll der Vorfall heute morgen mit der Polizei besprochen werden.

Woher die Waffe stammte, konnte gestern noch nicht eindeutig beantwortet werden. Verdächtigt wurde der Großvater des Mädchens, das die Waffe in der Schule herumgezeigt hatte. Gegen ihn wird wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Der Mann, der nicht über einen Waffenschein verfüge, bestreite jedoch, dass die tschechische Pistole von ihm stamme, so die Polizei.

Wie gestern berichtet, hatte eine Siebtklässlerin die Waffe am Dienstag mit zur Schule gebracht und im Mitschülerkreis herumgezeigt. Dabei hatte sich ein Schuss gelöst und das 15jährige Mädchen verletzt. Inzwischen steht fest, dass die Schülerin, die die Waffe mitbrachte, auch die Pistole in der Hand hielt, als der Schuss losging. Das zuständige Kommissariat blieb gestern bei seiner Auffassung, dass es sich um einen Unfall und keine vorsätzliche Tat gehandelt habe.

Das Mädchen, das die Waffe bei sich hatte, sei bisher "nie auffällig geworden", so die Konrektorin. Ob es mit der übrigen Klasse gestern zum Projekttag bei einem Gehörlosentheater in Potsdam unterwegs oder zu Hause geblieben war, wusste sie nicht.

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