Berlin : Tatort Schule: Niedergeschossenes Kind wieder gesund

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Die vor drei Wochen von einer Klassenkameradin durch einen Bauchschuss verletzte 15jährige Schülerin der Charlottenburger Ernst-Adolf-Eschke-Schule für Gehörlose wird ab heute voraussichtlich wieder am Unterricht teilnehmen. Dies teilte Schulleiterin Veronika Fuchsmann gestern auf Anfrage mit. Unterdesen ist noch immer nicht geklärt, woher die Waffe stammte.

Als Besitzer der tschechischen Neun-Millimeter-Pistole kämen weiterhin sowohl die Mutter als auch der Großvater infrage, die beide aus dem früheren Jugoslawien stammten, teilte die Polizei mit, die zudem "noch nicht weiß, ob mit der Waffe schon andere Straftaten verübt wurden".

Das Mädchen, das den Schuss versehentlich ausgelöst hatte, werde von den anderen Schülern "nicht ausgesondert", so die Beobachtung der Schulleiterin. Als erste Disziplinarmaßnahme hatte sie sich mit der Klassenlehrerin darauf geeinigt, dass das Mädchen einen Monat lang beide Schulhöfe sauber halten und die Papierkörbe leeren muss. Ob weitere Bestrafungen erfolgen, werden die Schulgremien entscheiden.

Wie berichtet war aus der Waffe bereits morgens auf dem Schulweg ein Schuss in die Luft abgefeuert worden. Den ganzen Vormittag über meldete sich aber kein Mitschüler, um auf die Gefahr hinzuweisen. Da dieses Versäumnis ein klarer Verstoß gegen die Schulordnung gewesen sei, soll die ganze Klasse demnächst als gemeinnützige Arbeit die Abteilung Kriegsgräber des Friedhofs Heerstraße säubern.

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