TATTOO-GLOSSAR : Eule, Anker, Arschgeweih

Tribals.

Die abstrakten Muster und Girlanden sieht man häufig. In den 90er Jahren waren sie modern, heute fragt in den Studios keiner mehr danach. Stattdessen sind echte Stammeszeichen gefragt, etwa traditionelle Tätowierungen der neuseeländischen Maori oder der Ureinwohner von Polynesien.

Arschgeweih. Eine Unterform der Tribals, die oberhalb des Steißbeins getragen werden, meist von Frauen. Ursprünglich sollten diese Tattoos Hüfte und Taille betonen. Den Begriff „Arschgeweih“ prägte der Komiker Michael Mittermeier, als er ihn 2004 in seiner Show benutzte. Seitdem ist dieses Motiv out. Viele Frauen, die ein solches Tribal tragen, wollen es heute mit einem anderen Tattoo verdecken lassen.

Anker. Ein klassisches Tattoo. Lange trugen vor allem Seeleute einen Anker als Symbol für die enge Beziehung zum Meer. Das Motiv steht auch für Glauben und Hoffnung: Die ersten Christen benutzten den Anker als geheimes Symbol für das Kreuz. Heute erlebt der Anker ein Revival, er zählt zu den Retro- Tattoos wie die Rose und das Herz.

Stern. Bei Matrosen stand das Motiv für den Nordstern und sollte als Talisman helfen, sicher seinen Weg zu finden. Heute lassen sich viele Menschen als erstes Tattoo Sterne stechen.

Eule. Der neue Trend bei jungen Frauen – symbolisiert Weisheit und Intelligenz.

Farbe und Größe. Je bunter und je größer ,desto besser, gilt derzeit in Berlin, heißt es aus den Tattoostudios.

Schriftzeichen. In den 90er Jahren waren japanische und chinesische Schriftzeichen die beliebtesten Einsteigertattoos. Heute sind Wörter, vor allem der Name der Kinder, oder sogar Sätze, gern auf Latein, noch beliebter.

Retro-Tattoos. Rosen, Anker, Herzen und Totenköpfe haben seit ein paar Jahren Konjunktur, vor allem in der Rockabilly-Szene. Mittlerweile sind die Motive auch darüber hinaus verbreitet. vf

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