Berlin : Taxifahrer stach auf Kollegen ein

Opfer nach Operation außer Lebensgefahr

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Es ging blitzschnell am Samstagabend: Als sich Vakkas Ö. mit seinem Taxi am S-Bahnhof Prenzlauer Allee in die Schlange stellt, stürzt sein Taxikollege Hüseyin Y. am Aufstellplatz auf ihn zu. Heftig beschimpft Y. seinen Bekannten, den er schon seit der Schulzeit kennt, ein Wort gibt das andere. Dann schlägt der 41-Jährige seinem ein Jahr älteren Freund durch die geöffnete Scheibe mit der Faust mehrfach ins Gesicht.

Das lässt sich Vakkas Ö. nun nicht mehr gefallen: Er nimmt sich das Messer, das auf dem Beifahrersitz liegt, und sticht seinem Bekannten dreimal in den Oberkörper. Y. bricht mit lebensgefährlichen Verletzungen in der Kanzowstraße zusammen. Ein Zeuge, der das Geschehen beobachtet, ruft sofort Polizei und Feuerwehr. Während Ö. sich am Tatort ohne Widerstand festnehmen lässt, bringt ein Notarzt den Verletzten in ein Krankenhaus. Nach einer Notoperation war der 42-Jährige am Sonntagabend außer Lebensgefahr.

Wie es bei der Polizei gestern hieß, sollen sich die beiden aus Kreuzberg stammenden Männer um eine Fahrt gestritten haben: Hüseyin Y. hatte seinen Kollegen offenbar gebeten, einen Kunden von ihm zu übernehmen. Über dessen Weigerung hatte sich Hüseyin Y. dann sehr erregt, sagte ein Beamter – bis sie sich zufällig gegen 22 Uhr an dem Taxistand in Prenzlauer Berg trafen. Das Messer soll Vakkas Ö. nicht als Waffe bereitgehalten haben, kurz zuvor hatte er damit Obst geschält und es auf dem Beifahrersitz liegen gelassen. Der Messerstecher wurde gestern dem Haftrichter wegen gefährlicher Körperverletzung vorgeführt, kam aber auf freien Fuß. Die Männer, die seit Jahrzehnten in Berlin leben, waren der Polizei bislang nicht bekannt. Ha

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