Berlin : Technik, die entgeistert

Der BER sucht Helfer in ganz Europa.

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Schönefeld - Dieses Mal soll nicht wieder alles schiefgehen. Für die Inbetriebnahme des BER sucht die Flughafengesellschaft jetzt europaweit „spezifische Unterstützungsleistungen bei der Errichtung und dem Betrieb von technischen Systemen und Anlagen“. So heißt es jedenfalls in einer aktuellen Ausschreibung im Europäischen Amtsblatt. Zu Details wollte sich Flughafensprecher Lars Wagner auf Anfrage nicht äußern.

Der vorgesehene Systemingenieur ist laut Vorgabe verantwortlich für die „fachliche, erfolgreiche Inbetriebnahme von Systemen und technischen Anlagen“, die derzeit noch nicht laufen. Zudem soll er den Auf- und Ausbau sowie die Vereinheitlichung der betreuten Systeme und technischen Anlagen durch eigenverantwortliche Analysen, Konzeptionen und Realisierungen unterstützen.

Der ebenfalls vorgesehene „Technical Support“ soll die Systemingenieure unterstützen. Verantwortlich ist der Bereich vor allem für die Tests und deren Dokumentation. Gesucht wird darüber hinaus ein Projektmanager, der für die Steuerung und Koordination „der vielfältigen Aktivitäten der technischen Inbetriebnahme“ verantwortlich sein soll.

Auszugehen sei von einem Beginn der Leistungen ab dem 1. März 2014, heißt es. Da die Aufträge über die BER-Inbetriebnahme hinaus laufen sollen, gelten die Rahmenverträge vier Jahre. Die Flughafengesellschaft rechnet derzeit damit, dass die Hälfte der ausgeschriebenen Leistungen im nächsten Jahr erbracht werden. Weitere 30 Prozent sollen dann 2015 und je zehn in den folgenden beiden Jahren abgerufen werden. Der neue BER-Flughafen umfasse rund hundert Objekte und ebenfalls rund hundert Systeme, heißt es in der Ausschreibung.

Geplant ist nach offiziellen Angaben, den Großteil der noch immer ausstehenden Arbeiten am Flughafen im Jahr 2014 abzuschließen. Optimisten hoffen, den BER, dessen Eröffnung mehrmals verschoben worden war, dann 2015 in Betrieb nehmen zu können. In der Berliner Koalition geht man eher von 2016 aus. Die Restarbeiten sollen unter laufendem Betrieb erfolgen, wie es bei Flughäfen üblich ist. Gebaut wird dort fast ständig. Einen exakten Terminplan gibt es frühestens im nächsten Frühjahr – im März trifft sich wieder der Aufsichtsrat, der von Flughafenchef Hartmut Mehdorn endlich Fortschritte auf dem Weg zur Eröffnung erwartet. Dieses Mal soll es nicht wieder schiefgehen. Klaus Kurpjuweit

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