Tegeler Terminal Ost : OVG weist Antrag auf Baustopp zurück

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg hat einen Baustopp für das Terminal Ost am Flughafen Tegel abgelehnt.

Berlin - Der 10. Senat habe den Antrag einer Anwohnerin auf Aussetzung der Baugenehmigung zurückgewiesen, weil sie in einem Hauptverfahren mit der Klage voraussichtlich keinen Erfolg haben dürfte, sagte eine Gerichtssprecherin. Die Richter unterstrichen, dass für die Terminalerweiterung keine Planfeststellung notwendig sei und eine Baugenehmigung ausreiche. Die Antragsstellerin befürchtet durch das Vorhaben eine Steigerung des Fluglärms (Az.: OVG 10 S 1.07).

Die Berliner Flughafengesellschaft lässt seit Herbst 2006 östlich des Flughafen-Towers eine neue Abfertigungshalle in Leichtbauweise errichten. Das Gebäude soll in den nächsten Monaten fertig gestellt werden. Es hat eine Fläche von rund 9000 Quadratmetern und verfügt über 6 Gates sowie 18 Check-in-Schalter. Die Abfertigungskapazität in Tegel soll sich durch den Bau übergangsweise um jährlich 2,5 Millionen Passagiere erhöhen.

Das Terminal Ost soll Kapazitätsverluste aufgrund der seit 1. Januar 2006 geltenden Verschärfung der EU-Sicherheitsbestimmungen auffangen. Der Ausbau ist auch Voraussetzung für die Verlagerung von Linienflugverkehr vom Flughafen Tempelhof nach Tegel. Der City-Airport soll Ende Oktober 2008 geschlossen werden. Über eine Klage von 13 Airlines gegen die Einstellung des Betriebs in Tempelhof verhandelt das OVG am Dienstag. Tegel soll sechs Monate nach der für Ende 2011 vorgesehenen Fertigstellung des Großflughafens Berlin Brandenburg International in Schönefeld geschlossen werden. (tso/ddp)

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