Berlin : Teile des Bodemuseums geschlossen 15 Monate nach Sanierung Schädlinge im Fußboden

Das erst im Oktober 2006 wieder vollständig eröffnete Bodemuseum auf der Museumsinsel ist seit Mittwoch wegen Bauschäden teilweise gesperrt. „Die Sammlungsräume der Skulpturensammlung im 2. Obergeschoss müssen leider wegen technischer Arbeiten bis voraussichtlich Anfang Mai 2008 geschlossen bleiben“, heißt es auf der Internetseite der Staatlichen Museen zu Berlin. Ebenso seien die Ausstellung des Münzkabinetts sowie die Kabinette an der Kupfergrabenseite betroffen. Nach Angaben von Museumssprecher Matthias Henkel wurden Schädlinge im neuen Parkettboden gefunden.

Die Sperrung der Räume sei „rein prophylaktisch“, sagte Henkel. Eine Gefahr für Besucher oder Kunstwerke bestehe nicht. Auch die berühmte Skulpturensammlung sei nicht gefährdet. Der Parkettboden werde nun mit Mikrowellen behandelt. Gleichzeitig schütze man die Kunstwerke, darunter auch Holzarbeiten, in den betroffenen Räumen mit Stickstoffzelten. Über die Kosten der erforderlichen Sanierung konnte Henkel noch keine Angaben machen. Die Eintrittspreise wurden nach Museumsangaben wegen der Einschränkungen halbiert.

Das Haus war 1904 eröffnet worden. Im Zweiten Weltkrieg wurde es schwer beschädigt. Erst nach der Wende begann die Generalinstandsetzung. Das Münzkabinett wurde 2004 wiedereröffnet, im Oktober 2006 der gesamte Komplex mit der Skulpturensammlung, dem Museum für Byzantinische Kunst, dem Münzkabinett und Werken der Gemäldegalerie. Die Restaurierung kostete insgesamt 162 Millionen Euro.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Stiftung Preußische Schlösser mitgeteilt, dass der Marmorsaal und der Grottensaal, zwei Hauptattraktionen im Neuen Palais von Sanssouci, ab sofort für die Besucher gesperrt sind. Wie berichtet, bestehen Zweifel an der Tragfähigkeit der Fußböden. Bei der Freilegung von Balken habe ein Gutachter schwere Holzschäden festgestellt, die auch die beiden Prunksäle betreffen könnten. Ha/dpa

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