Berlin : Telefon-Terror: Gefängnisstrafe für 51-Jährige

Wenn sie Stress mit ihrem Lebensgefährten hatte, griff eine Marzahnerin zum Telefon: Jahrelang terrorisierte Marina Z. unbeteiligte Mitmenschen, bedrohte und beleidigte ihre Opfer. Vor sieben Jahren wurde sie erstmals wegen solcher Belästigungen verurteilt. Gestern saß die 51-Jährige zum fünften Mal vor Gericht. Es ging es um Anrufe im Zwei-Minuten-Takt bei einer Firma für Sicherheitstechnik, bei der ihr Freund damals arbeitete, und auf einer Polizeiwache. Bis zu 35 Anrufe täglich gingen bei dem Unternehmen ein. Der Terror zog sich über Monate hin. Es war dem Telefondienst nicht möglich, einfach den Stecker zu ziehen. „Wir haben einen Notfall-Service“, sagte eine Zeugin. Die Beleidigungen seien tief unter die Gürtellinie gegangen. Die Angeklagte sprach von Alkohol und einem wiederkehrenden Zwang. Eine Psychiaterin aber kam wie bereits im letzten Prozess zu der Auffassung, dass Marina Z. schuldfähig ist. Beim Urteil riss die Unverbesserliche überrascht die Augen auf: Wegen Beleidigung und Bedrohung muss sie sechs Monate ins Gefängnis. K. G.

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