Tempelhof : Basta! Wowereit bekräftigt Schließung

Die Debatte geht in eine neue Runde: Wowereit erteilt dem Volksbegehren eine klare Absage und gießt damit Öl ins Feuer. Sein Argument: Tempelhof sei nicht mehr zeitgemäß. Was sagt die Opposition?

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Klaus Wowereit (SPD) heizt die Debatte jetzt richtig an. -Foto: Thilo Rückeis

BerlinKlaus Wowereit (SPD) bleibt trotz des erfolgreichen Volksbegehrens bei seiner Position, den Flughafen Tempelhof wie geplant Ende Oktober zu schließen. In einem Interview mit der im österreichischen Graz erscheinenden "Kleinen Zeitung" begründete Wowereit dies
damit, dass Berlins ältester Flughafen Tempelhof nicht mehr zeitgemäß sei. "Es fliegt kaum einer. Es ist ein riesiges Areal mitten in der Stadt. Es ist ein Sicherheitsproblem, ist auch ein ökologisches Problem, er schreibt Defizite seit Jahren und deshalb ist es eine rückwärtsgewandte Debatte, ihn offen zu halten."

Erneut führte der Regierungschef auch die rechtlichen Risiken für den künftigen Hauptstadtflughafen BBI an. "Juristisch ist der Planfeststellungsbeschluss für den Großflughafen BBI fest verbunden mit der Zusage, den derzeitigen Hauptflughafen Tegel und den weniger genutzten Innenstadtflughafen Tempelhof zu schließen", sagte Wowereit. Der Airport Tempelhof soll Ende Oktober gegen den Willen der Wirtschaft sowie den Oppositionsparteien CDU und FDP dichtgemacht werden. Beide Parteien unterstützen das Volksbegehren. Dennoch habe er Verständnis für die mit der Schließung verbundenen Emotionen und historischen Erfahrungen. (ml/ddp)

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