Berlin : Tempelhof-Schöneberg: Mehr Bürgerämter im neuen Bezirk

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Bis Elisabeth Ziemer (Bündnisgrüne) zur Stadträtin des neuen Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg gewählt wurde, hat es etwas länger gedauert als bei ihren fünf Kollegen (vier gehören der CDU an, einer der SPD). Mit ihrer absoluten Mehrheit ließ die CDU-Fraktion die amtierende Bezirksbürgermeisterin von Schöneberg Anfang Oktober durchfallen. Eine Rache für die erlittene Schmach der Schöneberger CDU für fast fünf Jahre unter rot-grüner Bedrängnis, mutmaßen Grüne. Die CDU wirft Ziemer "Klientelpolitik" vor. Im zweiten Anlauf am Mittwochabend wurde die 48-Jährige, wie berichtet, mit einfacher Mehrheit gewählt. Sie soll Gesundheitsstadträtin und für die Bürgerämter zuständig werden.

Zu den Prioritäten ihres neuen Jobs werde die Eröffnung neuer Bürgerämter gehören, kündigte Ziemer an. Neben den bestehenden Bürgerämtern in den Rathäusern von Tempelhof und Schöneberg soll Mitte nächsten Jahres ein weiteres in Lichtenrade aufgebaut werden. Zudem seien Bürgerämter in Mariendorf und im Norden von Schöneberg geplant. Als Gesundheitsstadträtin wolle sie vor allem die Prävention ausbauen. Ziemer ist promovierte Kunsthistorikerin und Restauratorin. Sie wurde in Lübeck geboren, war von 1991 bis 1996 Mitglied des Abgeordnetenhauses und wurde Anfang 1996 zur Bezirksbürgermeisterin gewählt.

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