Tempelhof-Schöneberg : Senator Müller auf Bustour durch die Heimat

Tempo 30 auf dem Tempelhofer Damm und ein Zwischenstopp für den Airport-Express zum Flughafen - zwei Wünsche des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg an den Senator für Stadtentwicklung, der in Tempelhof wohnt.

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Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) inspiziert die Produktion beim Prototypenhersteller India-Dreusicke in Mariendorf.
Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) inspiziert die Produktion beim Prototypenhersteller India-Dreusicke in Mariendorf.Foto: DAVIDS

BerlinStadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) ist von seinem Heimatbezirk Tempelhof-Schöneberg immer wieder begeistert. Zur „gepflegten Tradition“ von Wohnen, Gewerbe und Industrie gesellten sich „Zukunftsorte“ wie das Tempelhofer Feld. Bei einer Bustour durch den Bezirk lernte der gelernte Drucker Müller auch, dass man inzwischen komplette Plastikgehäuse ausdrucken kann. Bei der Firma India-Dreusicke im Gewerbegebiet Motzener Straße in Mariendorf.

Die Stadtrundfahrt hatte das Bezirksamt organisiert, um Müller zur Adventszeit mit diversen Wünschen zu konfrontieren. Ganz oben steht die Weiterführung des Quartiersmanagements Schöneberger Norden mit dem Problemviertel zwischen Kurfürstenstraße und Pallasstraße. Auf dem Tempelhofer Damm wünscht sich der Bezirk Tempo 30 und eine Vernetzung der Händler. Und der künftige Airport-Express zum neuen Flughafen BER möge doch bitte am Buckower Damm einen Zwischenstopp einlegen. Müller macht keine Versprechungen, bis auf die, sich zu kümmern.

Auf dem Schöneberger Gasometer sollen im nächsten Jahr zwei Windkraftanlagen installiert werden. Da braucht Müller nicht aktiv zu werden, das genehmigt das Bezirksamt eigenständig. Aus Gründen des Denkmalschutzes würden die Anlagen zunächst nur temporär für Forschungszwecke zugelassen, sagte Siegmund Kroll, Leiter des Stadtentwicklungsamtes. Finanziert und betrieben werden die Anlagen vom „Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel“ (InnoZ), das auf dem Gasometer-Gelände (Euref) ansässig ist. Die Anlagen auf dem Gasometer, das früher als Stadtgasspeicher diente, würden ein „hervorragendes Fanal für die Energiewende“ abgeben, sagte Frank Hinrichs, Leiter der Plattform Elektromobilität beim InnoZ. Auf dem Gasometer sollen nicht die üblichen Windmühlen, sondern wesentlich kleinere Vertikalrotoren stehen. Diese Rotoren sind leiser und sollen auch Vögeln weniger gefährlich werden als die großen Anlagen. Thomas Loy

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