• Tempelhofer Bildungsstadtrat schlägt Kulturzentrum in Räumen vor, die durch Fusion frei werden

Berlin : Tempelhofer Bildungsstadtrat schlägt Kulturzentrum in Räumen vor, die durch Fusion frei werden

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Durch die Bezirksfusion werden in Berliner Rathäusern viele Räume frei. Einen Anbau des Tempelhofer Rathauses will Volksbildungs- und Wirtschaftsstadtrat Ekkehard Band (SPD) für ein kombiniertes Kultur- und Veranstaltungszentrum sowie als neuen Sitz der Tempelhofer Volkshochschule (VHS) nutzen. Im Saal der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) könnten künftig Konzerte der Musikschule, Diskussionen und Vorträge stattfinden, sagte Band.

Zudem böten sich die Räume für die Volkshochschule an, die spätestens im März 2002 aus ihrem gemieteten Domizil in der Ordensmeisterstraße ausziehen muss. Dort befindet sich auch Bands Dienstsitz. Beide VHS teilten mit ihm die Auffassung, dass der Fusionsbezirk weiterhin zwei VHS-Standorte brauche, sagte Band. "Man kann den Tempelhofern nicht zumuten, zum Barbarossaplatz zu fahren, um sich bei der Volkshochschule anzumelden." Derzeit sind in dem Anbau neben dem BVV-Saal und dem BVV-Büro, Sitzungs- und Fraktionsräume, die Galerie im Rathaus und das Standesamt untergebracht. Dessen Mitarbeiter wünschten sich neue Räume, sagte Band. Die beiden Ältestenräte von Schöneberg und Tempelhof hatten sich darauf verständigt, dass die BVV nach der Fusion abwechselnd in beiden Rathäusern tagen soll.

Es gehe ihm darum, die Idee eines neuen Kulturzentrums im Rathaus "auf den Weg zu bringen", sagte der Volksbildungsstadtrat. Man müsse da "langsam rangehen". Er fordere keinen sofortigen Umbau des Sitzungssaals. Auch der genaue Platzbedarf für die VHS sei noch nicht klar. Unterschiedliche Nutzungsinteressen, beispielsweise von Vereinen und den zwei Mal im Monat dort tagenden Fraktionen könne man verbinden. Derzeit finden am Tempelhofer Damm bereits die Veranstaltungsreihen "Jazz im Rathaus" und "Klassik im Rathaus" statt.

Der Leiter der Tempelhofer Stadtbibliothek, Engelbrecht Boese, stellte eine Idee vor, Bestände der Bibliotheken, Heimatmuseen und Archive des Fusionsbezirks digital erfassen zu lassen und diese Datenträger in allen Bibliotheks-Filialen zugänglich zu machen. Schöneberg und Tempelhof hätten keine gemeinsame Geschichte, ein derartiges Angebot sei wichtig um eine "bezirksübergreifende Identität zu schaffen", sagte Boese. Um es zu finanzieren, müssten Sponsoren gefunden werden.

Band kündigte zudem die nächsten Kulturveranstaltungen im Bezirk an: Am 5.5. startet in der Galerie im Rathaus das Tempelhofer Kunstfenster, eine Gemeinschaftsausstellung von Künstlern beider Bezirke. Am 23., 24. und 25. Mai beteiligen sich 20 Schulen aus dem Bezirk am 2. Tempelhofer Schulspektakel. Am 2., 3. und 4. Juni findet das Tempelhofer Kulturspektakel, vom 9. bis zum 12. Juni der Kulturlustgarten statt.

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