Berlin : Tempelhofs Zukunft entscheidet sich schon im Februar

Passagierrekord in diesem Jahr im Berlin-Flugverkehr erwartet

-

Bereits im Februar soll entschieden werden, ob der Flugbetrieb in Tempelhof eingestellt wird. Dazu hat die Luftfahrtbehörde bei der Stadtentwicklungsverwaltung ein betriebswirtschaftliches Gutachten angefordert. TempelhofBefürworter bezweifeln nämlich, ob der Flughafen tatsächlich so einen hohen Verlust macht, wie es die Flughafengesellschaft angibt. 120 Millionen Euro sollen es nach Angaben von Flughafenchef Dieter Johannsen-Roth bis zum Jahr 2010 werden. Er will, dass die Luftfahrtbehörde die Flughafengesellschaft Ende Oktober 2004 aus der Betriebspflicht entlässt. Verbunden damit wäre dann auch die folgende Schließung des Flughafens. Beide Anträge sind miteinander verbunden.

Für Tegel soll der vorliegende Schließungsantrag bis Sommer bearbeitet sein. Für beide Flughäfen soll der Kurs feststehen, bevor der Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau Schönefelds durch das Brandenburger Verkehrsministerium erlassen wird. Nach derzeitigem Stand rechnen die Planer damit für Juni/Juli. Tegel soll allerdings dann erst ein halbes Jahr nach der Aufnahme des Betriebs auf dem Flughafen Berlin-Brandenburg International (BBI) geschlossen werden. Als Termin wird 2010/2011 genannt.

Johannsen-Roth ist überzeugt, dass der Flugverkehr nach einer Schließung von Tempelhof auf den verbleibenden zwei Anlagen abgewickelt werden kann. Dabei soll es in diesem Jahr einen neuen Passagierrekord geben. Für viele Tempelhofer Fluggesellschaften, die jetzt noch Kunden mit dem schnell erreichbaren Flughafen locken, komme mit dem Ende des Flugbetriebs auch das Ende des Engagements in Berlin, sagte Peter Clarner von der Cirrus Airlines. Cirrus bietet als „Nischenflieger“ Verbindungen von Mannheim und Saarbrücken an. kt

0 Kommentare

Neuester Kommentar